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Schweiz Starker Anstieg bei gewissen Infektionen mit Darmbakterien

Durchfallerkrankungen haben im zu Ende gehenden Jahr sprunghaft zugenommen. Das Bundesamt für Gesundheit kann sich den Anstieg der Darminfektionen nicht erklären und hat deshalb eine detaillierte Untersuchung gestartet.

Symbolbild: Raster-Mikroskop-Aufnahme von EHEC-Bakterien; Bakterien sind rot vor gelbem Hintergrund.
Legende: EHEC-Bakterien können schwere Erkrankungen auslösen. Manfred Rohde/Helmholtz-Zentrum fuer Infektionsforschung/Keystone

Ende Jahr ist Zeit der Bilanzen. Unangenehm sieht es dieses Jahr beim Thema Darminfektionen aus. Laut Daniel Koch vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) haben diese 2015 sprunghaft zugenommen. Bei gewissen Erregern hätten sich die Krankheitsfälle verdrei- oder gar vervierfacht, sagt er.

Einer der Erreger, an dem dieses Jahr markant mehr Menschen in der Schweiz erkrankt sind, heisst EHEC. Erst vor wenigen Jahren hatte EHEC in Deutschland 53 Menschen das Leben gekostet. Hunderte weitere erkrankten schwer, bis hin zu Nierenversagen. Zurückgeführt wurde die Infektion damals auf eine Verunreinigung von Sprossengemüse mit Tierfäkalbakterien.

Hintergründe für Zunahme unklar

In der Schweiz treibe derzeit ein harmloserer Bakterienstamm sein Unwesen, sagt Koch. Trotzdem sei dies «bis zu einem gewissen Grad beunruhigend». Man wisse noch nicht, was die Hintergründe für die Zunahme der Erkrankungen seien, dazu brauche es nähere Abklärungen.

Zwar nimmt Koch an, dass ein Teil der Infektionen dem besonders heissen Sommer geschuldet ist. Das reiche aber nicht als Erklärung. Man habe Anstiege auch bei Infektionen mit Darmbakterien festgestellt, die wohl eher aus der Lebensmittel-Kette kämen.

Deshalb untersucht der Bund jetzt alle gefundenen Bakterienstämme genau und überprüft anschliessend, ob die Erreger in Lebensmitteln vorkommen, die man im Laden findet. Es ist dies eine aussergewöhnliche Massnahme, die einige Zeit in Anspruch nehmen wird.

Einstweilen rät das BAG zu einer besonders sorgfältigen Zubereitung des Fondue Chinoise – um eine Infektion mit Bakterien zu vermeiden.

12 Kommentare

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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Selbst in besten Hotels ist man nicht gefeit vor Magen-Darminfektionen , was der eine wegsteckt, bricht beim anderen als schwere Infektion aus -die man dann rasch nach ca. 1-2 h als starke Übelkeit , Schmerzen und braun gefärbten Harn als sichere Infektion selbst diagnostizieren kann und man sich danach sofort zu einem Facharzt begeben sollte .
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  • Kommentar von W. Helfer (W. Helfer)
    Mit der unkontrollierten Masseneinwanderung wird nicht nur vermehrte Kriminalität, sondern auch Krankheiten importiert, welche unser Immunsystem noch nicht kennen. Die offen Lebensmittel in den Läden nehmen sehr schnell Krankheitserreger auf. Hygiene ist nicht für alle Kulturen wichtig.
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    1. Antwort von W. Pip (W. Pip)
      ich bin ja selbst sehr kritisch, was das Thema Einwanderung angeht. Aber das geht selbst mir zu weit: Das ist unfair und so ein Ammenmärchen wie der böse menschenfressende Wolf Ende des vorletzten Jahrhunderts!
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    2. Antwort von Pavol Vojtyla (freedomainradio.com)
      Ich stimme Ihnen zu Herr Pip. Man muss immer mit Fakten arbeiten und rational bleiben. Es ist NUR eine Möglichkeit die erst untersucht werden muss. Sonst verhaltet sich man wie die SP mit ihrem kleinen grünen Satelliten oder wie ICCP der von wissenschaftlichen Erkenntnissen abstimmt.
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  • Kommentar von Valentin Lendi (valentin)
    Bio Produkte sollte zum Standard Erklärt werden.
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      Stimme Ihnen zu, leider wird nicht immer das geliefert, was aussen auf der Packung draufsteht. Die Kontrollen müssen enorm verbessert werden, nicht nur bei Einfuhren, auch bei uns gibt es Bio - Trickser und Lügenbarone. Und ein solches ehrliches Bioproduckt darf auch etwas mehr kosten -die Biobetrüger gehören hart abgestraft . Was mich aufregt ist Knoblauch aus China -sind denn unsere Landwirte nicht in der Lage gleichfalls einen preiswerten auf den Markt zu bringen ?
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    2. Antwort von Pavol Vojtyla (freedomainradio.com)
      1) Es waren Bio-Soja-Keime die in D letztlich 2 Dutzende Leute umgebracht haben; 2) Viele Familien in der Schweiz schon jetzt an der Grenze der Armut leben und sich teure Bio-Produkte kaum leisten können.
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