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Schweiz Stellenabbau beim Bund: Kritik an Bundesrätin Widmer-Schlumpf

Beim Bund könnten bald 2600 Beamtenstellen abgebaut werden. Das sagte Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf in einem Interview mit der «Schweiz am Sonntag». Ein Vorschlag, der bei vielen Parlamentariern gar nicht gut ankommt.

Legende: Video Über 2500 Stellen beim Bund in Gefahr? abspielen. Laufzeit 1:44 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.06.2014.

Wie können 300 Millionen Franken beim Bundespersonal gespart werden? – das will das Parlament vom Bundesrat wissen. Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf präsentiert der Regierung im September drei mögliche Varianten. Nach ihrer Darstellung geht es um zirka 2600 Stellen.

«Einen solchen Abbau könnte man nicht in ein paar Monaten umsetzen», sagte Widmer-Schlumpf. Mit Kündigungen verbunden würde er «mindestens ein Jahr dauern».

«Dieser Kahlschlag ist unrealistisch»

Nationalrat Cédric Wermuth von der SP sieht momentan keinen Grund, beim Bund zu sparen: «Wir haben in den letzten Jahren immer Einnahmeüberschüsse erzielt. Im Gegenteil, wir haben Bereiche, wo wir investieren sollen in den nächsten Jahren, das ist die Bildung, die Gesundheit, die Energiewende.»

Es gäbe aber schon Sparmöglichkeiten, so Wermuth gegenüber der «Tagesschau»: «Es gibt einige Departemente, die man sicher effizienter führen könnte – ich denke insbesondere an das VBS. Im Grossen und Ganzen ist der Bund sehr effizient organisiert.»

Irritiert vom Vorschlag ist auch Finanzpolitiker und Ständeratspräsident Hannes Germann (SVP/SH). Sparen ja, aber in Massen, sagt er. «Dieser Kahlschlag ist unrealistisch.»

«Daueraufgabe einer Finanzministerin»

BDP-Nationalrat Urs Gasche hingegen ist den Plänen von Widmer-Schlumpf nicht abgeneigt. Er will aber erst auf die Vorschläge des Bundesrates warten, bevor er urteilt: «Ich kann noch nichts Konkretes sagen, weil wir ja noch gar keinen konkreten Vorschlag kennen. Hingegen kann ich sagen: Selbstverständlich, ohne Personalabbau kann man nicht im grossen Stil Geld einsparen in einer Bundesverwaltung.»

Es müsse regelmässig überprüft werden, welche Aufgaben reduziert werden können, so Gasche: «Das ist die Daueraufgabe einer Finanzministerin.»

80 Kommentare

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  • Kommentar von M.Bracher, Bern
    Aufgrund der fehlenden Aktivität der üblichen SP-Schreiberlinge, obwohl statistisch gesehen 2`496 SP-ler Arbeitslos werden würden, lässt nur einen Schluss zu: Es muss sich um Wahlpropaganda der SP-Marionette Schlumpf handeln 12:37 30.6.14 http://www.srf.ch/news/schweiz/stellenabbau-beim-bund-kritik-an-bundesraetin-widmer-schlumpf#main-comments
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  • Kommentar von Markus Guggisberg, Busswil
    Was ist das für ein Boulevard Regierung, die Ihre Beschlüsse über die Medien streut, statt solide Regierungsarbeit zu verrichten ???
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    1. Antwort von P.Bürger, Schaffhausen
      Was sind das für Boulevard-Kommentatoren,die ihre Stammtischbeschlüsse in solchen Foren streuen,statt sich solide zu informieren? ...Und endlich anerkennen,welch schwierigen Job die Bundesräte zu erledigen haben.Es ist wirklich kein «Zuckerschlecken» mit Landsleuten,die immer nur aus dem Hinterhalt schiessen & sich am Stammtisch zuprosten!
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  • Kommentar von Elisabeth Hasler, Zürich
    Das Parlament beschloss diese Sparmassnahme - notabene wieder in einer unheiligen Allianz von SVP & SP/Grünen. Die Finanzministerin hat auszuführen, was die Legislative beschliesst, so sind die Regeln. Sparsam haushalten ist nötig. Ob es in dieser Rigorosität nötig gewesen wäre, müssen die beantworten, die es so wollten. Oberbillig ist es, für Parlamentsbeschlüsse BR EWS die Schuld zuzuschieben. Dem Vernehmen nach soll es im Übrigen etwa 4 Sparvarianten geben. Dann kann weiter gestritten werden.
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    1. Antwort von Paul Soltermann, Fuqing
      Frau Hasler: Immerhin stammt dieser Loesungsvorschlag doch von BR EWS. Was mich daran stoert ist das Ansinnen, dass Angestellte nicht als Leistungstraeger, sondern lediglich als "Ballast" des Systems dargestellt werden. Besser waere mE gewesen etwas ausfuehrlicher ueber den unvermeindlichen Leistungsabbau zu orientieren. zB: Alle fuer die Information der Oeffentlichkeit taetige Angestellte werden entlassen ...
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