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Steueraffäre in Kanton Waadt Wo wohnt Pascal Broulis wirklich?

Legende: Audio Steuererklärung von Finanzdirektor Broulis ist gesetzeskonform abspielen. Laufzeit 01:51 Minuten.
01:51 min, aus Rendez-vous vom 06.03.2018.
Legende: Video Tag der Kritik abspielen. Laufzeit 02:44 Minuten.
Aus Schweiz aktuell vom 07.03.2018.

Das Wichtigste in Kürze

  • Laut «Tagesanzeiger» gibt der Waadtländer Regierungsrat Pascal Broulis in seiner Steuererklärung als Hauptwohnsitz seine Heimatgemeinde Sainte-Croix an, nicht das 60 Kilometer entfernte Lausanne.
  • Die Regierung nahm heute Stellung und sagte, alles sei legal.
  • Sie ging aber dennoch auf die Forderung der Parlamentarier ein, das Steuerdossier des Finanzdirektors extern untersuchen zu lassen.
Broulis mit einem Stapel Papier
Legende: Broulis und sein Steuerdossier waren heute Thema in der Sitzung des Grossen Rats in Lausanne. Keystone

Pascal Broulis bezahlt zwei Drittel der Gemeindesteuern in seiner Heimatgemeinde Sainte-Croix, wo er ein Haus besitzt, und ein Drittel in Lausanne, wo seine Frau eine Wohnung mietet und der Sohn zur Schule geht. Die Fahrtkosten zwischen den beiden Gemeinden zieht er von den Steuern ab.

Es bliebe die grosse Frage, ob Broulis tatsächlich 240 Tage im Jahr in Sainte-Croix verbringe, intervenierte Hadrien Buclin von der Linkspartei «ensemble à gauche», und ob er nicht von einer Sonderbehandlung profitiere.

Lebensmittelpunkt nicht von Schule abhängig

Regierungsratspräsidentin Nuria Gorrite unterstrich, Broulis' Steuerdossier sei gesetzeskonform. Sie verwies dabei auf ein Gesetz in der Waadt, das es erlaube, die Gemeindesteuern gemäss einem Verteilschlüssel zu bezahlen.

Weiter sei der Schulort eines Kindes kein Kriterium, wenn es innerhalb des Kantons darum gehe, den Lebensmittelpunkt zu bestimmen. Und Broulis habe eingewilligt, sein Dossier vom Steuerinspektorat untersuchen zu lassen.

Um Interessenskonflikte zu vermeiden, habe der Regierungsrat nun eine externe Untersuchung angeordnet, die veröffentlicht werde, so Gorrite.

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13 Kommentare

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  • Kommentar von Theresia Weber (Resi)
    Als Finanzdirektor hat P. Broulis den Kanton von den immensen Schulden bebreit u. die Arc lémanique zusammen mit seinen Amtskollegen zu einer der erfolgreichsten Wirtschaftsregion der CH gemacht. Bei den letzten Wahlen hat die FDP stark zugelegt. Nun greifen die Linken erfolgreiche FDP-Politiker an, ohne Schutz der Privatsphäre, mit, m.E., sehr niederträchtlichen Mittel. Pfui!
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    1. Antwort von Charles Dupond (Egalite)
      Das Hauptproblem des AL ist die Ueberschwemmung mit Grenzgaengern und anderen EU-Freizuegern. Im Gegensatz zum Tessin (gar bis hin zu den Gruenen) hat der Kanton nix gegen deren Anheuerung durch die Patrons und das bezuegliche Lohndoemping getan. Nestle hat gelobt statt kandariert 60 Prozent Auslaender! Von den Einheimischen werden fast ueberall die Alten rausgeschmissen und nur wenigen perfekten Jungen erst nach jahrelangen Warteschlaufen in Berufswahlschulen, Gratispraktika usw.pp Leeren er
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  • Kommentar von Theresia Weber (Resi)
    Nicht nur Pascal Broulis, auch Isabelle Moret wurde vor kurzem wegen ihren Steuern von den Medien angegriffen. Bei diesen stetigen Angriffen auf Politiker allerseits und auf allen Ebenen unseres Systems, frage ich mich, welcher Schweizer in Zukunft noch den Mut haben wird, in die Politik einzusteigen.
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  • Kommentar von Edi Steinlin (Chäsli)
    Ist doch logisch wo Pascal Broulis wohnt, dort wo er am wenigsten Steuern zahlen muss.
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