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Steuern vom Lohn abziehen SRF-User uneins: Eine gute Idee – oder allzu viel Bürokratie?

Eine Frau füllt eine Steuererklärung aus.
Legende: Steuern selber zahlen oder selber vom Lohn abziehen lassen? Unsere Kommentatoren diskutieren darüber heftig. Keystone / Archiv

In Basel-Stadt könnte demnächst weniger Post von den Steuerbehörden in die Briefkästen flattern. Der Stadtkanton erwägt den automatischen Abzug der Steuern vom Lohn einzuführen. Die Abstimmung sorgt für grosse Aufmerksamkeit auch in den Kommentarspalten.

Viele Kommentatoren fragen zum Beispiel wie dies bei den Rentnern ablaufen würde. Zudem bemerkt Christa Wüstner, dass dies nur für «echte» Basler gehe, die den Wohnsitz auch in der Stadt hätten. Denn in anderen Kantonen habe jede einzelne Gemeinde einen anderen Steuerfuss.

Andere User klären aber auf: Denn so wie man der Motion entnehmen kann, zieht der Kanton Basel-Stadt nur eine Anzahlung ab und überweist diese dann der Wohnsitzgemeinde. Die ordentliche Steuererklärung bleibt somit dem Arbeitnehmer nicht erspart. Doch viele User befürchten eine «Bürokratie ohne Ende».

Die Einsicht, dass das Steuerbezugssystem geändert werden muss, sehen auch einige User. So ist Christoph Lorenz überzeugt, dass der Weg über die Mehrwertsteuer besser ist: «Das ist für die Zukunft der richtige Weg. Somit bezahlen alle gleich viel Steuern, es gibt keine Schlupflöcher mehr. An die Arbeit für die Gerechtigkeit in den Steuerbelangen!»

«Steuern zahlen müssen wir eh»

Viele Leser sehen keinen vernünftigen Grund, der gegen einen direkten Abzug spricht. Marlene Zelger zum Beispiel sieht auch eine Entlastung der Steuerämter. Und René Balli meint: «Jeder, der seine Steuern bezahlt, muss eigentlich dafür sein. Dass immer mehr Leute ihre Steuern nicht bezahlen, kann nicht im Interesse der Zahlenden sein.»

Einige Leser befürchten eine Entmündigung der Arbeitnehmer. Doch Fabio Krauss meint dazu: «Bezahlen müssen wir unsere Steuer ja sowieso.»

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10 Kommentare

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  • Kommentar von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
    @srf: Also diese Umfrage ist schon ein wenig unglücklich formuliert wie ich finde. Der Bürokram bleibt doch durch das ausfüllen der Steuererklärung, die Überweisung an sich ist da noch das kleinste Übel, auch wenns weh tut. Oder glauben Sie ernsthaft der Staat liesse sich den Rest entgehen wenn jemand mit den 10% besser gestellt wäre als bisher?
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  • Kommentar von Jan Klauser (Jan U. Klauser)
    Ich würde vorschlagen, dass dies auf Freiwilligkeit beruhen soll, und bei solchen obligatorisch die schon 2 mal nicht gezahlt haben, was meint ihr?
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    1. Antwort von Beat. Mosimann (AG)
      @ Jan heja, wenn dafür dann keine horrenden Summen des Zins/es Zinsen verlangt werden, von denen die sowieso schon ein minimal Einkommen erzielen, dann schaue ich in ihre Richtung;))
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    2. Antwort von Daniel Fuchs (Daniel Fuchs)
      @Jan: Die frage ist wie lange es dann bei der Freiwilligkeit bleiben würde bevor das Argument kommt: "Die meisten lassen es sich ja eh schon abziehen". Genau so wie heute schon viele kommen und sagen bei Facebook gebt Ihr doch eh schon alles an wenn man gegen ausufernde Datenerfassung ist... Ich bin aber eben nicht bei Facebook.
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  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Jede Medaille hat zwei Seiten. Für die Einen kann es wünschenswert sein, dass man die Steuern gleich vom Lohn abzieht. Andere wollen das gewohnte Steuersystem beibehalten, d.h. die Steuererklärung selber deklarieren und dann zahlen. Jeder sollte wählen können, was ihm beliebt.
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