Strafanzeige gegen vier Banken wegen Potentaten-Vermögen

Erneut steht die UBS am Pranger – zusammen mit vier weiteren Banken. Sie sollen mit einer malaysischen Potentaten-Familie geschäften und damit eine kriminelle Organisation unterstützen. Dies wirft der Bruno Manser Fonds den Banken vor.

Abdul Taib Mahmud (rechts) mit Vize-Premier Muhyiddin Yassin (links) am Feiern.

Bildlegende: Abdul Taib Mahmud (rechts) feierte im April 2011 seinen Wahlsieg mit Vize-Premier Muhyiddin Yassin (links). reuters/archiv

Der Bruno Manser Fonds hat bei der schweizerischen Bundesanwaltschaft Strafanzeige gegen die UBS, Edmond de Rothschild, Pictet & Cie und die Deutsche Bank eingereicht. Grund sei die mutmassliche Unterstützung einer kriminellen Organisation, schreibt der Fonds.

Die Anzeige richtet sich gegen die Geschäftsbeziehung der Banken mit der malaysischen Taib-Potentatenfamilie. Abdul Taib Mahmud («Taib») ist seit 1981 Regierungschef des malaysischen Bundesstaats Sarawak in Borneo. Er gilt als Hauptverantwortlicher und Hauptprofiteur der Abholzung der tropischen Regenwälder von Sarawak. Der Staat ist dreimal so gross wie die Schweiz.

Korruption und Amtsmissbrauch

Taib, seine vier Kinder und neun Geschwister hätten sich durch Korruption, Amtsmissbrauch und die Errichtung diverser Monopole systematisch bereichert. Das Vermögen der Familie wird auf 20 Milliarden US-Dollar geschätzt. Über 100 Millionen sollen auf Konti der UBS, Edmond de Rothschild und Pictet & Cie liegen.

Der Fonds schliesst sich einer Strafanzeige von SP-Nationalrat Carlo Sommaruga an. Dieser verlangt von der Bundesanwaltschaft eine Einstufung des Taib-Clans als kriminelle Organisation und eine Blockierung der Vermögen.