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Schweiz Street Parade 2013: Party, Tanz und viele, viele Drogen

Beim Tanz um das Zürcher Seebecken wurde in diesem Jahr massiv mehr von der Partydroge Ecstasy konsumiert. Dies ist das Ergebnis der Abwasser-Studie, die «Schweiz aktuell» in Auftrag gab. Interessantes brachte die Untersuchung auch in Bezug auf den Kokain-Konsum ans Tageslicht.

Insgesamt hat das Partyvolk übers Street Parade-Wochenende 4,1 Kilogramm Ecstasy konsumiert. An einem normalen Wochentag sind es in Zürich «nur »rund 160 Gramm. Verglichen zur letzten Messung von 2011 hat sich damit der Ecstasy-Konsum mehr als verzehnfacht. Vor zwei Jahren wurden an der Street Parade 350 Gramm Ecstasy konsumiert.

Auch der Kokain Konsum hat sich verändert. So wurde über das Street Parade-Wochenende im Abwasser 3,4 Kilogramm reines Kokain festgestellt. Das ist beinahe dreimal so viel wie an einem normalen Wochentag (1,2 Kilo). Vergleicht man diese Werte mit der letzten Messung von 2011, so hat sich die nachgewiesene Menge an reinem Kokain verdoppelt.

Hochgerechnet auf Kokain in Strassenqualität, so wie es üblicherweise verkauft wird, wurden an der Streetparade 6253 Gramm konsumiert. Das entspricht rund 62'500 Portionen oder «Linien».

Kokain ist heute viel höher konzentriert

Nicht nur die Menge an Kokain hat sich verändert, sondern auch die Reinheit des Kokains. Aktuelle Werte zeigen, dass sie sich – verglichen mit 2011 – von 25 Prozent auf 55 Prozent) verdoppelt hat.

Deshalb geht Rudolf Brenneisen, Pharmakologe an der Universität Bern, davon aus, dass an dieser Street Parade ungefähr gleich viele Kokain-Linien konsumiert wurden wie noch vor zwei Jahren – mit dem grossen Unterschied, dass die von 2013 viel höher konzentriert waren.

Für die jüngste Mess-Studie wurden in der Zürcher Kläranlage Werdhölzli während des gesamten Wochenendes immer wieder Abwasserproben genommen. Als Vergleichswert dienten Proben eines normalen Tages.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Dies wird wohl die Zukunft der Schweiz sein Drogen; Alkohol, Partys und Freestyle. Wenn dies nur gut kommt. Ja nun, die neue Generation ist anders, als wir waren, besser oder nicht, dies müssen die Jungen erst selber Erfahren, hoffe nur nicht zu späht.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Keine Bange, die heutige Jugend ist weder besser noch schlechter als früher. Drogenkonsumenten sind im Promillebereich und geraucht und Alkohol konsumiert wird weniger als früher.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Trotz Verbote, Strafen, Kampagnen usw. steigt der Drogenkonsum. Das war ja eigentlich schon immer klar, doch unsere Poltiker werfen lieber Geld zum Fenster raus, statt mal locker und offen zu reden. Eine Möglichkeit hat man aber noch nicht ausprobiert: die komplette Legalisierung der "Drogen"! Ok. abgesehen vom Massenfeldversuch Alkohol, der schlimmsten Droge überhaupt! Was da zerschlagen wird, was da täglich für Unsinn getrieben wird, was da für Langzeitfolgen aufkommen. Schlimmer als Heroin!
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  • Kommentar von Herbert Grünemeiyer, Seckach
    Was Ich mich frage wenn die 3,4 kg Reines Kokain im Wasser rausfiltern verkaufen die das bestimmt wieder weiter und machen mega geld xD
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