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Legende: Audio SEF 2019 in Interlaken abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
01:52 min, aus HeuteMorgen vom 23.05.2019.
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Swiss Economic Forum 2019 Schwierige Zeiten für Schweizer Wirtschaft

«Yes! The Optimist Code» ist das Motto. Doch der Handelskonflikt USA-China und Fachkräftemangel trüben den Optimismus.

In Interlaken beginnt am Donnerstag das Swiss Economic Forum SEF, das Wirtschaftsforum für Vertreter von kleinen und mittelgrossen Unternehmen. Der Anlass mit rund 1300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern findet in einer schwierigen Zeit statt. Vor allem der Handelsstreit zwischen den USA und China macht so manchem Unternehmer Sorgen.

Pessimistisch äussern sich jedoch nicht alle. Das mag am Motto «Yes! The Optimist Code» liegen. Man müsse optimistisch vorangehen und mutig Ja zu neuen Herausforderungen sagen, propagieren die Veranstalter.

Bundespräsident Ueli Maurer spricht am SEF.
Legende: Das Swiss Economic Forum in Interlaken gehört zu den wichtigsten Wirtschaftsveranstaltungen der Schweiz. Eröffnet wurde es dieses Jahr von Bundespräsident Ueli Maurer. Keystone

Das findet auch Monika Walser von de Sede, einem Hersteller von Premium-Polstermöbeln: «Wir sind in 48 Ländern präsent, da ist immer irgendwo eine Krise. Auf diese sollte man sich aber nicht fokussieren, sondern man sollte sie als Chance sehen und sich irgendwo sonst engagieren.»

Emanuel Probst vom Elektroapparate-Hersteller Jura hingegen sieht Risiken wegen des Handelsstreits zwischen den USA und China. Sein Unternehmen bezieht Elektroteile aus Malaysia, die dortigen Hersteller beziehen die Komponenten aus China.

Mann im Anzug.
Legende: Jura-CEO Emanuel Probst sieht den Handelskonflikt zwischen der USA und China als Problem für seine Firma. Keystone

Diese Wertschöpfungskette mit Lieferanten und Unterlieferanten verändere sich nun. «Wir sehen, dass einige chinesische Komponentenhersteller China nun verlassen und in andere Länder wie zum Beispiel Vietnam ziehen.» Das sei jeweils ein Stressfaktor für die Qualität und mache die Planung schwierig.

Akuter Fachkräftemangel in der Schweiz

Unternehmen, die sich auf den Heimmarkt Schweiz konzentrieren, leiden bislang weniger. Auch die nachlassende Dynamik der Weltwirtschaft können sie noch gut wegstecken. Sie haben andere Sorgen, weiss Matthias Keller von der Firma UMB, die unter anderem Firmen in IT-Angelegenheiten berät. «Wir sind sehr stark auf den Schweizer Markt fokussiert. In diesem herrscht enormer Ressourcenmangel. Unser Branchenverband prognostiziert bis 2025 über 40’000 fehlende Fachkräfte.»

Der Fachkräftemangel ist ein Problem, das Schweizer KMU vor grosse Herausforderungen stellt, wie am SEF viele Firmenchefs erklären. Sie können die vorhandenen Aufträge kaum abarbeiten, weil qualifiziertes Personal fehlt.

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29 Kommentare

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  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Insgesamt können die einheimischen Unternehmen bis zu 150’000 Stellen in den Bereichen Naturwissenschaften, Ingenieurwesen und Technik nicht besetzen oder müssen sie ins Ausland auslagern. Der Mangel kommt daher, dass in der CH nur jede/r vierte Studierende einen Abschluss in diesen Fächern macht. In China und in Südkorea sind es je 39 Prozent, aber auch europ. Länder wie Schweden (32%), Deutschland (31%) und Frankreich (29%) liegen deutlich vor der CH mit ihrer stolzen Ingenieurtradition.
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    1. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Woran liegt das? Am Elternhaus, an den Hochschulen, die zwar top in der Forschung sind, aber miserabel in der Führung (Stichwort: Vorwürfe Mobbing gegen Doktoranden an der ETH) oder an den Personalabteilungen, die zwar akademische Abschlüsse wollen, aber gleichzeitig mindestens 3 Jahre Berufserfahrung nach Abschluss voraussetzen, damit man überhaupt zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. Was macht der Absolvent in dieser Zeit? Nein! Der Ball liegt eindeutig bei den CH-Unternehmen.
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    2. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Bewerben Sie sich nach einer Diss oder einem Lehrabschluss einmal bei einer Firma wie Novartis, Roche oder Lonza (oder auch nur Idorsia), dann wissen Sie wovon ich rede!
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    3. Antwort von Christian Baumann  (Christian Baumann)
      Wenn HR den Rekrutierungsprozess der 150'000 Stellen an einen Computer in Prag, Sofia oder Mumbai auslagert, kann man die 150'000 Stellen freilich nicht besetzen!
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  • Kommentar von M. Kaiser  (Klarsicht)
    Es wird nun schon zu allen Zeiten genau von jenen gejammert, die beim Lohndruck an vorderster Stelle stehen. Heuchlerisch wie immer . Zahlt endlich angemessene Beteiligungslöhne ( Aktien Anteile ) und bildet eigene Fachkräfte aus , dann gibt es keinen Mangel -einfach im EU -Raum versuchen ab zu werben ist zu billig . Ihr habt selber die Schuld an diesem Zustand. Und freie Mitarbeiter wollt ihr gar nicht und wenn, immer noch mit der Stechuhr kontrollieren .
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  • Kommentar von Werner Christmann  (chrischi1)
    Den Frachkräftemangel orte ich mehr bei diesen Kreisen, die eben den Fachkräftemangel bejammern.
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