Täglich über 550 Beschwerden gegen die Post

Rund 2,2 Milliarden Briefe und Pakete sind im vergangenen Jahr in der Schweiz verschickt worden. Die allermeisten davon kamen an – aber eben nicht alle. So musste die Postkommission denn auch 203'103 Beschwerden bearbeiten.

Die gute Nachricht vorweg: Im Vergleich zum Vorjahr nahmen die Beschwerden gegen die Post um zwei Prozent ab. Trotzdem wandten sich 2014 noch immer 203'103 unzufriedene Kunden an die Eidgenössische Postkommission (PostCom).

Das häufigste Ärgernis waren dabei verloren gegangene Pakete, sagte die PostCom. Gemessen an der Gesamtzahl von mehr als 2,2 Milliarden versandten Briefen und Paketen betrügen die Beschwerden aber weniger als ein Prozent der Fälle.

Briefe in einem Verteilzentrum der Post.

Bildlegende: 97,7 Prozent der B-Briefe kamen rechtzeitig beim Empfänger an. Keystone

97,7 Prozent der B-Briefe pünktlich

Was die Pünktlichkeit bei der Zustellung betrifft, konnte die Post Lob ernten. So erreichten 99 Prozent der B-Post-Briefe ihre Empfänger rechtzeitig. Bei der A-Post kamen immerhin 97,7 Prozent der Briefe am folgenden Tag an. Bei den Priority-Paketen konnten 97,4 Prozent rechtzeitig zugestellt werden (2013: 97,3), bei den Economy-Paketen waren es 97,5 Prozent (2013: 97,7).

Die Post hat damit die Vorgaben des Bundesrates für eine pünktliche Zustellung von 97 Prozent bei Briefen und 95 Prozent bei Paketen übertroffen.

100 Poststellen weniger

Wie schon in den vier Jahren zuvor wurden auch 2014 weitere Poststellen geschlossen oder umgewandelt. So gab es Ende des Jahres noch 1562 Postfilialen in der Schweiz, 100 weniger als im Vorjahr. Seit das neue Postgesetz am 1. Oktober 2012 in Kraft trat, hätten aber lediglich 13 betroffene Gemeinden gegen eine Schliessung protestiert.

Gemäss PostCom wurden die Schliessungen durch die Schaffung von 91 neuen Postagenturen und den Ausbau der Hausservice-Lösungen ausgeglichen. Insgesamt blieb die Zahl der sogenannten Zugangspunkte bei 3500 stabil. Wegen der längeren Öffnungszeiten nehme ausserdem die Akzeptanz der Agenturen in der Bevölkerung zu.