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Tag der Arbeit SP-Bundesrätin Sommaruga besucht Arbeiterinnen

Legende: Video Sommaruga in der Schokoladen-Fabrik abspielen. Laufzeit 01:52 Minuten.
Aus Tagesschau vom 01.05.2018.

SP-Bundesrätin Simonetta Sommaruga hat am Tag der Arbeit die Schokoladenfabrik Läderach in Ennenda (GL) besucht. Sie interessierte sich aber nicht primär für die Schokolade, sondern für die Arbeitsbedingungen und diskutierte mit Mitarbeiterinnen und Führungspersonen über die Chancengleichheit für Frauen.

«Ich gehe an die Front und spreche dort mit den Mitarbeitenden über ihre Arbeitsbedingungen, Weiterbildungsmöglichkeiten. Auch mit Lernenden habe ich gesprochen und selbstverständlich war auch die Lohngleichheit ein Thema», sagte Sommaruga der «Tagesschau». Die Gespräche fanden auf dem Rundgang in der Fabrik statt, aber auch unter vier Augen.

Ärgernis Lohnunterschiede

Sommaruga thematisierte auch die landesweiten Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau. Obwohl die Lohngleichheit seit 37 Jahren in der Verfassung verankert sei, würden Frauen im Schnitt bei gleicher Qualifikation und Leistung pro Jahr durchschnittlich 7000 Franken weniger verdienen. Es sei an der Zeit, dass es endlich vorwärtsgehe, sagte Sommaruga:

«Von Gesetzes wegen wird die Lohngleichheit derzeit nicht überprüft.» Die Bundesrätin hofft deshalb auf eine Gesetzesrevision, die bald ins Parlament kommt. Die Löhne grösserer Firmen sollen in Zukunft regelmässig überprüft werden.

Es gebe kaum Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter bewusst beim Lohn diskriminierten, sagte Sommaruga. «Aber es braucht eben diese Überprüfung, diese Lohnanalyse. Und wenn man dieses Instrument einführt, dann hat man Gewähr, dass dort, wo wirklich Korrekturen nötig sind, die dann auch tatsächlich gemacht werden.»

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Manuela Fitzi (Mano)
    Sie geht an die Front. Wie oft? Jeweils am 1. Mai? Dankeschön auch...
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    1. Antwort von Denise Casagrande (begulide)
      Bundesrätin Sommaruga ist immerhin positv aktiv! Zur positiven Umsetzung der Bedingungen (arbeitstechnisch und lohnmässig) ,benötigt sie dann aber die Einsicht und Unterstützung der zuständiugen Gewerkschaften.....ein schwieriges Unterfangen, bei dieser auf Profitgier fokussierten "Gesellschaft und Lobby"...
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    2. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Ich finde, sie ist idealistisch, träumerisch aktiv. Vieles will sie auf Goodwill regeln. Dabei blendet sie nur zu menschliche Eigenschaften, wie z.B. Gier, aus. Denn Gier entsteht nicht bei dem Abstraktum "Firma", sondern beim Konkretum "Mensch", wie CEO, Verwaltungsrat usw. Da bin ich klar auf der Seite von Herrn Corrado Pardini. Er ist SP (Stratege), Gewerkschafter (UNIA) und Macher (angesiedelt im Industriebereich). Er weiss die Situation im Detail und bringt umsetzbare Vorschläge.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Wohl ein lästiger, aber medienwirksamer Pflichtbesuch...
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  • Kommentar von Henriette Rub (ehb)
    Vermutlich dauert es nochmals 20 Jahre, bis aus dem Wunsch Tatsachen geworden sind. Dafür heisst es dann betreffend Frauenaltererhöhung, das eben Frauen auch mal Konzessionen machen müssen. Allerdings wurden bereits bei der Erhöhung von 62 auf 64 genügend Konzessionen gemacht. Die Lohndiskriminierung ist bis ans Lebensende spürbar in massiv kleineren Renten. Wo bleibt da die Gleichstellung? Als Single entstehen mir die gleichen Kosten wie Männern, die bis 30% mehr in der Lohntüte empfangen haben
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