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Schweiz Tausende gehen für das Klima auf die Strassen

Auf den Strassen von Genf und Zürich hat der UNO-Weltklimagipfel in Paris bereits begonnen: Mehrere tausend Personen demonstrierten dort für einen besseren Klimaschutz und eine raschere Reduktion der Treibhausgase.

Legende: Video Klima-Demonstrationen in der Schweiz abspielen. Laufzeit 01:26 Minuten.
Aus Tagesschau vom 28.11.2015.

In Genf protestierten zwischen 2000 und 3000 Personen für mehr Klimaschutz. Sie versammelten sich am frühen Nachmittag auf dem Place des 22-Cantons. Die oft bunt gekleideten Umweltschützer trugen Transparente mit Botschaften wie «Milliarden für die Banken...und für das Klima?» oder «Erneuerbare Energien sind Instrumente gegen Krieg und Terror».

Halbnackt durch die Winterkälte

Die Demonstranten machten sich auch mit Sprechgesängen bemerkbar und kritisierten multinationale Unternehmen, die oft verantwortungslos handelten. Acht Mitglieder der Grünen zogen trotz Winterwetters mit nacktem Oberkörper und in kurzen Hosen durch die Strassen.

Proteste auch in Zürich und der Welt

In Zürich versammelten sich am frühen Samstagnachmittag nach Angaben der Agentur sda gegen tausend Personen auf dem Helvetiaplatz. Die Stimmung war friedlich. Mehrere Nicht-Regierungsorganisationen hatten Stände aufgebaut und machten auf ihre Anliegen aufmerksam.

Etwa tausend Menschen brachten auf dem Berner Bundesplatz ihre Hoffnung auf ein «verbindliches und gerechtes» Klimaabkommen zum Ausdruck. Sie folgten einem Aufruf der Klima-Allianz Schweiz, einem Verbund von sechzig Organisationen.

Eine weitere Kundgebung in der Schweiz ist für Samstag in St. Gallen angesagt sowie am Sonntag in Lugano. Weltweit sind am Wochenende insgesamt 2300 Veranstaltungen in 150 Staaten vorgesehen, bevor sich die Staats- und Regierungschefs am Montag in Paris treffen. In Paris selbst haben die Behörden zwei für Sonntag sowie für den 12. Dezember geplante Grossdemonstrationen nach den Terroranschlägen aus Sicherheitsgründen verboten.

Treibhausgase verringen

Rund 10'000 Delegierte aus 195 Ländern verhandeln in Paris unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen über ein neues weltweites Klimaabkommen zur Verringerung von Treibhausgasen. Das Abkommen soll erstmals auch die Schwellen- und Entwicklungsländer zur Reduzierung ihres Kohlendioxidausstosses verpflichten. Ab 2020 soll es an die Stelle des 1997 ausgehandelten Kyoto-Protokolls treten. Ziel ist es, die globale Erwärmung auf zwei Grad über dem Temperaturdurchschnitt vorindustrieller Zeit zu begrenzen.

Zug gestoppt

Radikale Klimaaktivisten haben in Deutschland einen Sonderzug der Bahn mit Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) an Bord auf dem Weg zur Klimakonferenz nach Paris gestoppt. Während eines planmässigen Halts in Frankfurt seilten sich drei Aktivisten auf das Dach des ICE ab. Zwei Aktivisten ketteten sich vor dem Zug an den Gleisen fest.

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23 Kommentare

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  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    Und dann noch dies:Der dänische Statistiker Bjørn Lomborg, der mit seinem Copenhagen Consensus Center erforscht, wie die Welt ihre Ressourcen am besten einsetzt, rechnet noch strenger. «Die Wirkung der Versprechen von Paris ist winzig», schreibt er in einer aktuellen Studie. «Alle nationalen Verpflichtungen zusammen führen dazu, dass die Temperatur bis 2100 um 0,048 Grad weniger steigt.» Diese Klimakonferenzen sind riesige Parties, die zu schnelle Energiewende eine Geldvernichtungsmaschne.
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  • Kommentar von Beatrice Mayer (signorinetta)
    @Jürg Sand Im Buch "Alles Grün und Gut? wird auch davon gesprochen, dass man den Entwicklungsländern Entwicklung verwehrt mit den Strategien "erneuerbare Energie. Von windrädern die nicht laufen und trotzdem gewartet werde müssen, von Hektaren Land, die dafür weichen müssen.Von zerschredderten Vögeln.
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    Lasst noch mehr Auslaender in die Schweiz.. damit die Wirtschaft explodiert.. Nehmt alle Fluechtlinge und alle Islamisten dazu.. das Klima wird es danken.. Das MENSCHLICHE- wie das UMWELT-Klima nota bene.. Man bodige jede Nachhaltigkeit.. es geht dann schneller zu Ende!!!
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    1. Antwort von Ruedi Schwarzenbach (oktagon)
      Klimaerwärmung hat doch nicht's mit den Flüchtlingen zu tun. Die Welt überhitzt, weil zu viele dicke Autos fahren, grosszügig Wohnraum beanspruchen, zu weit zur Arbeit pendeln und jährlich mehrmals in die Ferien fliegen. Ein Flüchtling der zu Fuss in die Schweiz kommt, schadet dem Klima nicht. Wenn jemand, anstatt in die Ferien zu fliegen, das Geld einem Hilfswerk spendet, schadet er dem Klima auch nicht. So ist das und das ist aus meiner Sicht Nachhaltigkeit.
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    2. Antwort von Franz NANNI (Aetti)
      Lieber RS, jeder Mensch mehr in der CH bringt mehr Umweltbelastung.. ob normaler Migrant oder Fluechtling spielt ueberhaupt keine Rolle.. er wird frueher oder spaeter Teil der Wirtschaft und so ist es halt, je mehr Menschen je mehr Umweltschaden.. es ist nicht das "Auto", es ist ausschliesslich der Mensch.. denn er dirigiert den Einsatz der Dreckschleudern von a bis z.. es macht ja auch viel pinkepinke..
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    3. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      R.Schwarzenbach, auch die Flüchtlingspolitik hat mit Klimaerwärmung zu tun, zumal sich jedes Jahr zwischen 20+40'000 hier, gesamthaft in Europa ca.1 Mio Flüchtlinge einen besseren Lebensstandard erfüllen möchten. Ob "normale" Zuwanderer, Flüchtlinge, Familiennachzug und in der Folge Geburtenüberschuss, sie alle leben auch nicht nur von Luft+Liebe allein! Sie brauchen Ressourcen, Strom, Wasser, Boden, Ernährung, wollen sich fortbewegen usf.
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