Telefongespräche aus dem Kalten Krieg

1982. Es herscht kalter Krieg. Und der kommt am Montag 6. September nach Bern. Bewaffnete Männer stürmen die Botschaft Polens, nehmen 13 Geiseln und fordern Zugeständnisse von der kommunistischen Regierung in Warschau. Nun wurden Telefon-Mitschnitte analysiert.

Am 6. September 1982 wird die polnische Botschaft in Bern gestürmt. Vier Mitglieder der «aufständischen polnischen Heimatarmee» nehmen 13 Menschen als Geiseln. Sie fordern Zugeständnisse von der kommunistischen Regierung in Warschau.

Die Lage ist angespannt: Justizminister Kurt Furgler und seine Mitarbeiter verhandeln 73 Stunden lang mit den Geiselnehmern.

Schweiz wurde ausspioniert

Nun hat die «SonntagsZeitung» im Bundesarchiv Telefon-Mitschnitte von damals aufgestöbert. Ausschnitte der Bänder liegen Radio SRF vor. Sie erzählen eine spannende Geschichte aus einer anderen Zeit.

In 35 Telefonaten ringt der Sonderstab um eine Lösung. Die Schweizer Regierung hat bei der Befreiung der Botschaft Akten entwendet – ein Verstoss gegen das Völkerrecht. Damit konnte aber bewiesen werden, dass während des Kalten Krieges das Schweizer Militär ausspioniert wurde.