Tessiner Staatsrat Michele Barra gestorben

Am Mittwoch hatte Michele Barra angekündigt, sich eine Auszeit zu nehmen. Er wollte seine Krankheit auskurieren. Nun verstarb der Lega-Politiker überraschend im Alter von 60 Jahren.

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Rückblick auf eine kurze Politkarriere

1:07 min, aus Tagesschau vom 20.10.2013

Der Tessiner Staatsrat Michele Barra ist in seinem Haus in Ascona gestorben. Eben noch hatte der Lega-Politiker angekündigt, seine Krankheit auskurieren zu wollen. Dafür wollte er sich eine Auszeit aus der Politik nehmen.

Barra kam 1952 in Ascona zur Welt. Seit 1978 war er im Unternehmen seiner Familie beschäftigt und ab 1996 Gemeinderat von Ascona. Seit April war er Mitglied der Tessiner Kantonsregierung. Er übernahm dort das Departement für Raumordnung von seinem Vorgänger Marco Borradori, der
Gemeindepräsident von Lugano wurde.

Kleinere und grössere Skandale

Seinem politischen Aufstieg haftet allerdings auch Makel an: Kurz vor seinem Amtsantritt wurde er mit Alkohol am Steuer erwischt. Er gewann aber Sympathie, weil er seine Verfehlung umgehend offen eingestand.

Wenig später kam es aber zu einem wahren Politskandal: Barra war in Polizei-Ermittlungen gegen einen italienischen Bordell-Besitzer involviert.

Gewichtiger waren aber Barras gesundheitliche Probleme. Wegen «ernster Erkrankung» hatte er sich vergangene Woche in Spitalpflege geben müssen.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Barra verstorben

    Aus Tagesschau vom 20.10.2013

    Der Tessiner Staatsrat Michele Barra ist tot. In seinem Haus in Ascona ist der 61-jährige Lega-Politiker einer schweren Krankheit erlegen. Nur ein halbes Jahr im Amt, hatte Barra erst am letzten Freitag verlauten lassen, sich wegen einer schwerwiegenden Erkrankung für eine längere Auszeit zurückziehen zu müssen.