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Schweiz Teurer als gedacht – Sanierung von Mühleberg auf der Kippe

Rund 170 Millionen Franken sollten die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen für das AKW Mühleberg kosten. Nun räumt die Mühleberg-Betreiberin BKW ein: Es wird teurer. Die BKW verschiebt deshalb den Entscheid zur Nachrüstung.

AKW Mühleberg in der Dämmerung
Legende: Ohne zusätzliche Sicherheitsmassnahmen droht die Schliessung des AKW Mühleberg im nächsten Jahr. Keystone

Die zusätzlichen Sicherheitsmassnahmen für das AKW Mühleberg kosten den bernischen Energiekonzern BKW mehr Geld als bisher angenommen.

Erst Ende 2013 werde die BKW beurteilen können, ob die geplanten Nachrüstungen wirtschaftlich seien. Dann werde sie darum auch entscheiden können, ob die Massnahmen umgesetzt würden. Das teilte die BKW mit.

Die Nachrüstungen gemäss dem eingereichten Instandhaltungskonzept sind für die BKW Bedingung, um das AKW länger als bis 2013 zu betreiben.

Kartenausschnitt
Legende: Das AKW Mühleberg liegt rund 14 Kilometer westlich der Stadt Bern. srf

Erste Offerten liegen vor

Das Bundesverwaltungsgericht entschied im vergangenen März, wegen Sicherheitsbedenken dürfe Mühleberg nur bis zu diesem Zeitpunkt laufen.

Es sei denn, die BKW reiche eben ein umfassendes Instandhaltungskonzept ein. Dagegen haben sowohl BKW als auch Bund Beschwerde beim Bundesgericht eingereicht.

Dass die Kosten für die Nachrüstungen 170 Millionen Franken übersteigen, leitet die BKW aus ersten Richtofferten für die Systeme ab, welche sie neu installieren will.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Sämi Koch, Luzern
    Welch unkompetente Aussage. Der Reaktormantel ist vollkommen intakt! Wenn dies nicht so wäre, wäre das Kraftwerk schon lange nicht mehr in Betrieb. Die Risse sind im Kernmantel und dies ist ein massiver Unterschied!
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    1. Antwort von S. Keel, Ittigen
      Danke für die Präzisierung. Die Risse im Kernmantel, die Nutzung während 40 Jahren, der Stauwehr und die Nähe zur Landeshauptstadt sind Gründe genug, um nicht mehr über 2013 hinaus zu investieren.
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  • Kommentar von Beat Gurzeler, 8405 Winterthur
    Ich frage mich wenn man nicht 170 Mio. investieren kann , wie es erst gehen soll bei einer stilllegung, wo ist das geld wo schon lange bereit stehen sollte ? Aber eben so sind die Aufsichtsbehöhrden und die Betreiber !
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    1. Antwort von Hans Peter, Bern
      Stilllegungs- und Entsorgungsfond. Darüber hinaus weitere Aktive des Betreibers wie Erzeugungsanlagen, Kapitaleinlagen etc. Und was hat die Aufsichtsbehörde damit zu tun, wenn ein Betreiber entscheidet das Kraftwerk nicht mehr zu betreiben?! Einfach mal drauf kritisieren ist auch nicht zweckdienlich...
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    2. Antwort von T.Hofer, Rosshäusern
      Wie bitte? Zu gerne würde ich Ihre Reaktion hören, wenn die BKW bekannt gäbe, dass sie für die Stillegung (die sicher irgendwann kommt) zurückgestelltes Geld, mal eben einfach so für die Aufrüstung des Werks zweckentfremdet.
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  • Kommentar von Stefan Keel, Ittigen
    Besser die erneuerbaren Energien fördern Trotz riesiger Investitionen bleiben die Facts bestehen: Mühleberg hat 40 Jahre auf dem Buckel, hat Risse im Reaktormantel, hat ein nicht erdbebensicheres Stauwehr nebenan und ist nur 14 km vom Bundeshaus entfernt. Investiert doch dieses Geld besser in die Förderung der erneuerbaren Energien und die Erneuerung der alten Wasserkraftwerke.
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    1. Antwort von T.Hofer, Rosshäusern
      Mal abgesehen davon, dass das AKW Mühleberg keine Risse im Reaktormantel auweist (dann wäre es nämlich längst stillgelegt worden), verstehe ich nicht ganz warum das nur 14 km entfernte Bundeshaus ein Sicherheitsrisiko sein sollte. Dort wird zwar tatasächlich Tag für Tag so mancher Unfug gesagt und getan aber selbst wenn das AKW direkt daneben stünde, dürfte dies wohl kaum eine plötzliche Kernschmelze oder ähnliches auslösen!
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