Tod am Eiger: Blitz trifft Bergsteiger

Trotz eines Gewitters wollten vier Bergsteiger die Nacht auf über 3000 Metern unter freiem Himmel verbringen. Mit tragischen Folgen: Ein Bergsteiger wurde vom Blitz tödlich getroffen, ein zweiter wurde verletzt.

Rettungshelikopter vor der Eiger-Nordwand.

Bildlegende: Der zweite vom Blitz getroffene Bergsteiger musste mit einem Rega-Helikopter geborgen werden (Symbolbild). Keystone

Bei der Mittellegihütte am Eiger ist am Montagabend ein tschechischer Berggänger von einem Blitz tödlich getroffen worden. Ein weiterer Alpinist wurde verletzt. Obwohl am Abend ein Gewitter aufzog, entschloss sich die insgesamt vierköpfige Alpinistengruppe, nicht in der bewarteten Hütte zu übernachten.

Trotz sofort eingeleiteter Reanimationsmassnahmen erlag ein 31-jähriger Tscheche noch vor Ort den Verletzungen. Sein 33-jähriger Kamerad, ebenfalls Tscheche, konnte durch die Rega geborgen und ins Spital geflogen werden. Die beiden anderen Mitglieder der Gruppe blieben unverletzt.

Die Viererseilschaft wollte den Eiger über den Nordostgrat besteigen, was einer Kletterpartie der Schwierigkeitsstufe drei entspricht. Bei der Mittellegihütte auf 3355 Metern über Meer angekommen, entschloss sich die Gruppe, in der Nähe der Hütte zu biwakieren. Dies obwohl die Hütte seit Jahren in den Sommermonaten bewartet wird.