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Todesursachen in der Schweiz Grippe und Hitze töteten 3000 Menschen im Jahr 2015

Kreuze auf einem Friedhof.
Legende: Weil die Menschen immer älter werden, sterben jährlich in der Schweiz mehr Menschen als noch zu früheren Zeiten. Keystone
  • Im Jahr 2015 haben die Grippe im Frühling und eine Hitzewelle im Sommer zu einer auffälligen Häufung von Todesfällen geführt. Das meldet das Bundesamt für Statistik (BFS).
  • Weil die Bevölkerung immer älter wird, ändern sich die Todesursachen.
  • Die meisten Menschen sterben an Herzkreislaufkrankheiten.

2015 starben in der Schweiz 67‘606 Menschen. Das sind 6 Prozent mehr als 2014. Das Bundesamt für Statistik (BFS) geht in seiner Todesursachenstatistik davon aus, dass wegen der starken Grippewelle rund 2500 Personen mehr als üblich starben, wegen der Hitze im Juli etwa 500 weitere.

Wegen der wachsenden Zahl alter Menschen sterben ausserdem jedes Jahr etwa 500 Personen zusätzlich. Durch die Häufung der Sterbefälle ging 2015 die Lebenserwartung erstmals seit 1990 leicht zurück. Sie betrug noch 80,7 Jahre für Männer und 84,9 Jahre für Frauen. 2016 nahmen die Todesfälle wieder auf knapp 65'000 ab, und die Lebenserwartung stieg über den Stand von 2014.

Männer sterben häufig an Krebs

Nach wie vor lassen am meisten Menschen wegen Herzkreislaufkrankheiten ihr Leben. 2015 waren es 21'593 Personen, was einem Drittel aller Todesfälle entspricht. Bei den Männern ist jedoch der Abstand zu Krebs gering geworden: Bei ihnen gehen 29,8 Prozent der Fälle auf Kreislaufleiden und 29,3 Prozent der Fälle auf Krebskrankheiten zurück.

Im mittleren Alter ist Krebs bei beiden Geschlechtern sogar der häufigste Sterbegrund – bei den Männern effektiv zwischen 45 und 82 Jahren, bei den Frauen zwischen 36 und 79. Vorher, ab dem Alter von 15 Jahren, sind Unfälle und Suizid bei Männern und Frauen am häufigsten.

Insgesamt wuchs die Zahl der krebsbedingten Todesfälle 2015 um 3 Prozent auf 17'261. Deutlich stärker war das Plus mit 10,5 Prozent bei der Demenz (6365 Todesfälle) und mit 20,3 Prozent bei den Krankheiten der Atmungsorgane (4614). Ebenfalls stark zugenommen haben die Diagnosen Parkinson (+21 Prozent) sowie Senilität und Altersschwäche (+25 Prozent).

Sterbehilfe nimmt zu

Um beinahe ein Drittel erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr die Zahl der assistierten Suizide. 965 Personen nahmen 2015 Sterbehilfe in Anspruch, davon 426 Männer und 539 Frauen. Zehn Jahre zuvor waren es fast fünfmal weniger gewesen. Bei den eigentlichen Selbsttötungen gab es 2015 mit 1071 Fällen nur einen geringen Anstieg (+34). 792 der Suizide betrafen Männer, 279 Frauen.

Die häufigsten Todesursachen 2015


Frauen
Männer
Alle Todesursachen3496032646
Kreislaufsystem118789715
Krebskrankheiten insgesamt
76909571
Demenz44001965
Atmungsorgane insgesamt22992315
Unfälle- und Gewalteinwirkungen
15282299
Diabetes mellitus685631
Infektiöse Krankheiten431397
Alkoholische Leberzirrhose131336

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Dölf Meier (Meier Dölf)
    Nach der Geburt ist man sicher, einmal zu sterben. Doch die Zeit dazwischen ist wesentlich. Dem einen gelingt es und den andern nicht. Auf jeden Fall ist es stumpfsinnig für eine solche Erhebung Geld auszugeben. Wir haben zu viele Gstudierte die lebensfremd sind.
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  • Kommentar von antigone kunz (antigonekunz)
    dass es so viele selbsttötungen in jungen jahren gibt, das sollte uns zu denken und dementsprechend zum handeln auffordern. die hitze, die schweiz als binnenland, wird in särkerem mass vom klimawandel betroffen sein. egal, wer daran schuld zu sein hat. die versiegelung der städtischen flächen mit teer, trägt auch einiges dazu bei. im alter an grippe oder krebs zu sterben, es ist absolut nicht zynisch gemeint, ich frage mich einfach, was die bessere option ist?
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  • Kommentar von Hermann Dettwiler (Alapeller)
    "Weil die Menschen immer älter werden, sterben jährlich in der Schweiz mehr Menschen als noch zu frühreren Zeiten" Was entnehme ich aus dieser Aussage? Gibt es bevorzugte Sterbearten, welche in der Statistik als positiv bewertet werden?
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