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Wie weiter mit den Schulen nach den Weihnachtsferien?
Aus Echo der Zeit vom 21.12.2020.
abspielen. Laufzeit 02:56 Minuten.
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Trotz angespannter Lage Schulen setzen auch im neuen Jahr auf Präsenzunterricht

Die meisten Kantone wollen den Unterricht im neuen Jahr regulär fortsetzen. Doch Konzepte für den Fernunterricht stehen.

Seit Wochen diskutieren die Volksschulämter darüber, ob und wann die Schülerinnen und Schüler im neuen Jahr wieder regulär zur Schule gehen sollen. Nun haben sich die Deutschschweizer Volksschulämter ausgetauscht.

Deren Leiter Andreas Walter sagt, fast überall gehe die Schule wie geplant wieder los: «Die Volksschulen in den Kantonen beginnen im Grundsatz nach Plan.» Das heisst, nach regulärem Ferienplan.

Ausnahmen in Nidwalden und Solothurn

Wann das genau ist, ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich. Die Schulen müssten nicht noch in den Fernunterricht, die Schutzkonzepte funktionierten, so Walter: «Wir sind der Überzeugung, dass wir die Schulen auf dieser Ebene sehr gut schützen können.»

Es gibt Ausnahmen. Zum Beispiel der Kanton Nidwalden und der Kanton Solothurn, wo Walter selbst der Leiter des Volksschulamtes ist. Hier beginnen die Volksschulen statt am 4. Januar erst am 7. Januar. Im Kanton Solothurn ist der Grund die aktuelle Überlastung der Spitäler.

Die derzeitige Fallentwicklung übersteige die Belastungsgrenze des Solothurner Gesundheitssystems, sagt Walter: «Deswegen gehen wir etwas defensiver vor und möchten eine gewisse Quarantäne-Zeit geben.» Das heisst, die Kinder und Jugendlichen kommen erst eine Woche nach Silvester wieder zusammen.

Für uns ist der Fernunterricht Ultima Ratio. Im Frühling haben wir damit schlechte Erfahrungen gemacht.
Autor: Dagmar RöslerDachverband der Lehrerinnen und Lehrer (LCH)

Dass an den meisten Orten die Schulen nach den Ferien wieder mit Präsenzunterricht starten, freut Dagmar Rösler, die Präsidentin des Lehrerinnen- und Lehrerverbands (LCH): «Für uns ist der Fernunterricht Ultima Ratio. Im Frühling haben wir damit schlechte Erfahrungen gemacht.»

Konkret: Viele Schülerinnen und Schüler hätten zu wenig gelernt oder seien gar nicht erreichbar gewesen, schildert Rösler. Zudem sei der Fernunterricht für viele Familien eine grosse Belastung. Etwa, wenn die Kinder zu Hause lernen und die Eltern zur Arbeit gehen müssten.

Schulkinder in Lausanne
Legende: Für die Verantwortlichen ist klar: Sollte sich die Situation aus epidemiologischer Sicht verschlechtern, können die Konzepte für Fernunterricht aus den Schubladen geholt werden. Keystone

Auch wenn es nun im Januar an den meisten Volksschulen planmässig mit der Schule weitergeht: In den Schulen ist man auf alles vorbereitet, sagt der oberste Schweizer Schulleiter, Thomas Minder. «Wir bereiten unsere Mitglieder schon seit längerer Zeit auf die Möglichkeit regionaler oder lokaler Lockdowns vor.» Auch auf flächendeckende Schulschliessungen sei man vorbereitet. Entsprechende Szenarien würden durchgespielt, so Minder.

Info 3 vom 21.12.2020, 17 Uhr

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70 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Schmid  (Hand und Fuss)
    In der vergleichsweise top funktionierenden Schweiz speziell traurig:
    Monate gingen ins Land, untätig hielt man an Präsenzunterricht fest, OHNE Mischformen und Halbklassen-Konzepte vorzubereiten. Man wartet, dass man im Fall stark steigender Infektions-/Todeszahlen Plan B in Kraft setzt. Doch es gibt anscheinend keinen.
    Gut, man hoffte, einer 2. Welle zu entgehen. Aber jetzt?
    Werden dann JETZT die Alternativen aufgegleist?
    Auf was will man noch warten? Wieder verstreicht einfach die Zeit.
  • Kommentar von Thomas Schmid  (Hand und Fuss)
    Zu guter Letzt bergen gemischte Lernformen - also Präsenz und Online im Wechsel! - gerade auch die Chance, Benachteiligte gezielter zu fördern, Zeit nur für sie abzustellen, (früher und in allen Schulformen) eigenständiges Lernen, auch Recherchieren, und Erarbeiten zu lernen, z.B. auch Fake News zu erkennen, von den kurzen, starr getakteten Lektionen wegzukommen...
    Wer die Berichte und Tutorials von Lehrpersonen schaut, sieht, was möglich ist und wie gut es sein kann.
  • Kommentar von Thomas Schmid  (Hand und Fuss)
    Lösungen jenseits "auf!" und "komplett zu!" müssten Haftungsfragen bei der Betreuung durch Nicht-Lehrpersonen klären, Miete anderer Räumlichkeiten, Laptops oder Tablets (temporär?) zur Verfügung stellen,
    Das ist zwar nicht einfach, aber ein "das geht nicht" ist einfach zu wenig.
    Vielerorts ist der Schwung und die Bereitschaft in Schulen da, wird aber erstickt.
    Es scheint vielleicht unlösbar, aber wo, wenn nicht hier, kann man Versicherungs- und organisatorische Belange umsetzen?