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Schweiz Trotz knappem Ja zum RTVG – Schweizer sind mit SRG zufrieden

Die Vox-Analyse zur Abstimmung kommt zum Schluss: Die Gegner der Vorlage sind mit der SRG mehrheitlich zufrieden. Inhalte hätten bei der Abstimmung kaum eine Rolle gespielt.

Legende: Video Hintergründe zum haudünnen «Ja» zur Änderung des RTVG abspielen. Laufzeit 1:54 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.08.2015.

Das Ergebnis fiel hauchdünn aus. Mit 3700 Stimmen Unterschied nahmen die Schweizer am 14. Juni das neue Radio- und TV-Gesetz (RTVG) an. Nun zeigt die Vox-Analyse: Während linke Stimmbürger mit grosser Mehrheit für das Gesetz waren, lehnten rechte Stimmbürger die Vorlage ab.

So stimmten 73 Prozent der SP-Sympathisanten für das Gesetz. Bei den SVP-Anhängern waren es nur gerade 27 Prozent. Neben der ideologischen Positionierung waren laut der Analyse der Grad an Vertrauen in die Regierung entscheidend sowie die Einstellung gegenüber der SRG.

Inhalte waren nicht entscheidend

Der hohe Anteil der Nein-Stimmen lasse sich aber nicht auf die Unzufriedenheit mit der SRG reduzieren, hiess es. Denn mit 73 Prozent Zustimmung geniesst die SRG in der Bevölkerung grosses Vertrauen. Sogar 61 Prozent der Gegner der Vorlage hätten sich mit der SRG zufrieden gezeigt.

Als Grund für den Entscheid wurde denn auch mehrheitlich das neue Gebührensystem angegeben. Die Befürworter argumentierten, dass in der heutigen Zeit praktisch alle Menschen Radio und Fernsehen nutzten und deshalb auch alle dafür bezahlen sollten.

Die Gegner hingegen empfanden die obligatorische Abgabe als ungerecht und kritisierten deren Höhe. Das RTVG erzielte gemäss der dem Forschungsinstitut gfs.bern, welches die Analyse durchführte, mit 50,1 Prozent Ja das knappste Abstimmungsergebnis seit der Bundesstaatsgründung.

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14 Kommentare

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  • Kommentar von A. Schneider, TG
    Bin mit dem Angebot der SRG zufrieden. Meine Lieblingssendung ist natürlich die Tagesschau dicht gefolgt von Meteo, aber auch sonst: Gute Dokus, Wissenschaftssendungen, Unterhaltung etc. Und man muss ja auch nicht die ganze Zeit fernsehen - das Internetangebot ist auch top. Das einzige was fehlt: Ein Doku-Kanal. Die SRF müsste inzwischen auf massenhaft alten Dok-Filmen sitzen, die man wiederholen könnte oder auch sonstiges aus dem Archiv. Also nicht weniger, sondern mehr Sender. Danke im Voraus.
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    1. Antwort von Jim James, Zürich
      Ich fände es auch toll wenn politische Diskussionsrunden, Untertitel in den Landessprachen hätten, so würde es möglich dass man auch, die Sendungen aus der Romandie einfacher verfolgen könnte, und würde gleichzeitig noch die Sprache auffrischen, und ich weiss nicht ob das Tessin für ein Format wie zB die Arena genug nationale Spitzenpolitiker hat, mit italienischen Untertiteln könnte man auch aus dem Tessin bequem die Arena verfolgen. Das stärkt den nationalen zusammenhalt.
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  • Kommentar von B. Küng, Biel
    Ich bin mit der SRG und vor allem mit SRF alles andere als zufrieden und überzeugt, dass diese Analyse, um es mal höflich auszudrücken, nach den Vorgaben der SRG erstellt worden ist, damit sie sich schönreden kann. Ich stehe ideologisch eher links, aber ich habe das RTVG abgelehnt und befürworte die auch von der SVP gestützte No Billag-Initiative weil ich das Programm und die Schweiztümelei von SRF echt als eine Zumutung betrachte. Ein Schuss vor den Bug ist dringend nötig.
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Herr Küng, Ihnen sachlich und themenbezogen mit "anderen Ansichten" zu entgegnen ist laut Ihren hier immer wieder geäusserten Ansichten, zwecklos. Trotzdem möchte ich Sie höflich um eine Erklärung bitten, was Sie mit der Aussage meinen: "...weil ich das Programm und die "SCHWEIZTUEMELEI" von SRF echt als eine Zumutung betrachte..."! Besten Dank!
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    2. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Ja, fragt man bei einen "schweizhassenden" Mitschreiber, der ALLES was nicht auf der extremen linken Sichtweite platziert ist, anständig nach einem beschriebenen Text nach, passiert nichts! Schreien, ALLES verunglimpfen, hässelen, andere Mitschreiber verurteilen und als "neben den Schuhen" verurteilen, ist die eine Seite. Eine sachliche Angelegenheit ruhig und anständig mit anderen Schreibkollegen zu erledigen ist das "Andere"! (eben wie oft in der Politik: Wasser predigen und Wein trinken!)
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  • Kommentar von Peter Maurer, ZH
    Was ich überhaupt nicht verstehe, ist das nicht jeder los rennt und "No Billag" unterschreibt. UNSER SRF ist so extrem CH feindlich, plärrt den halben Tag das unsägliche Zeugs unserer Bundesräte raus, EU hörig und viel zu weit Links. Das müssen wir nicht auch noch bezahlen. Eher verbieten. Viele Leute können heute nur noch ins Handy starren. Dieses Desinteresse hat uns schon tief sinken lassen. Unsere zu große Toleranz für Multikulti, rächt sich jetzt! Davor haben wir immer gewarnt. Hirn ON!
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    1. Antwort von Rolf Bolliger, Orpund
      Eine Medienanstalt hat sicher keine einfache Aufgabe, es ALLEN recht zu machen: Nur, bei der SRG sind Ihre Argumente und Fakten, geehrter Herr Maurer, leider ALLE ein klares Faktum! Wer zB. die diesjährigen Berichterstattungen auf SRF genau verfolgte, ist erschüttert, wie "schweizerfeindlich" der Nationalfeiertag kommuniziert wurde! Linke und Migranten beherrschten die Sendungen und NEWS-Meldungen vollständig! Höchstens über pompöse Feuerwerke oder Brände, wurden wir informiert! Service public?
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