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Schweiz Trotz Verurteilung: Varone bleibt Polizeichef

Die vorerst letzte Frage in der Steinaffäre um den Walliser Polizeikommandanten Christian Varone ist geklärt: Der Walliser Staatsrat hat trotz des Urteils in der Türkei die Wiedereinsetzung des Kommandanten per 1. April beschlossen.

Der Stein des Anstosses liess Christian Varone stets kalt. Trotz der Verurteilung in der Türkei zu 1 Jahr und 15 Tage Gefängnis unter Aufschub wird Varone im Wallis Polizeikommandant bleiben.

Varone.
Legende: Varone bleibt im Amt. Keystone

Varone erklärte sich

An seiner ordentlichen Sitzung hat der Staatsrat die Wiedereinsetzung von Varone als Kommandant der Kantonspolizei beschlossen.

Infolge des Urteils des türkischen Gerichts in Antalya hatte das Departement für Sicherheit, Sozialwesen und Integration (DSSI) Christian Varone aufgefordert, schriftlich zum Urteil und dessen Auswirkungen auf seine berufliche Zukunft Stellung zu nehmen. Der Staatsrat hat von dieser Stellungnahme Kenntnis genommen.

Im Wahlkampf gescheitert

Gestützt auf die ihr vorliegenden Informationen hat die Regierung nun die Wiedereinsetzung von Christian Varone als Kommandant der Kantonspolizei ab dem 1. April 2013 beschlossen.

Der Staatsrat hatte bis jetzt einen Stellvertreter für Varone eingesetzt gehabt. Dieser war seit Ende November im Amt gewesen.

Varone hatte sich eine Auszeit genommen, um sich auf den Wahlkampf für den Walliser Staatsrat gegen Oskar Freysinger vorbereiten zu können. Nach einer Schlappe im ersten Wahlgang zog er seine Kandidatur zurück.

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26 Kommentare

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  • Kommentar von A. Planta, Chur
    Wenn man bedenkt, dass auch in der Schweiz das Entwenden von Kulturgüter strafbar ist, ist die Wiedereinsetzung des Varone mit gemischten Gefühlen zur Kenntnis zu nehmen. Ich glaube nicht, dass dieser "Kommandant" langfristig über genügend Autorität verfügt, um diesen Job zufriedenstellend auszuführen. Haben da die Waliser Staatsräte nicht ein Eigengoal geschossen?
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    1. Antwort von Hans Haller, Kölliken
      Herr Planta, Varone ist ja nur über einen Stein gestolpert. Wäre er ein SVP-ler, ja dann, aber nur dann, wäre dies eine neue Mörgeli-Geschichte, die Land auf und ab auf höchstem Niveau breitgetreten würde. - Moral dieser Geschichte: Die Herkunft und die Zugehörigkeit sind öfters mal das Mass der Dinge da spielt der sachliche Sachverhalt keine Rolle mehr. c'est la vie...! (smile)
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  • Kommentar von Margrit Holzhammer, 8903 Birmensdorf
    Ich bin ja mal gespannt, wie das Schweizervolk reagiert, wenn es REALISIERT, was IN der Schweiz abgeht. Da wird kein Knochen mehr von diesem Stein sprechen, das sei garantiert.
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  • Kommentar von rita von arx, 9464 lienz
    TYPISCH .die sogenannte kuschel.justitz lässt grüssen,er hat ja gelogen und erst noch den eigenen sohn beschuldigt!!!! aber er will ja POLIZEI-CHEF bleiben sind seine worte !!!!!,so ist er als vorgesetzten unglaubwürdig, was kommt als nächstens???
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