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Schweiz Ueli Maurer: «Auf der grossen Bühne spielen wir nicht»

An Silvester um Mitternacht ist es so weit. Ueli Maurer wird Bundespräsident fürs Jahr 2013. Ein Jahr, in dem wichtige Entscheide anstehen. Die Schweiz will ihre Stellung gegenüber dem Ausland definieren. Und der Verteidigungsminister muss im Inland um den Stellenwert der Armee kämpfen.

«Man darf das Amt des Bundespräsidenten nicht überschätzen», sagte Ueli Maurer in der «Samstagsrundschau» von Radio SRF. Wenn man ganz ehrlich sei, verfüge die Schweiz nicht über viel Einfluss. «Wir sind ein kleines Land, das wichtige Positionen hat. Aber wir werden nie auf der grossen Bühne mitspielen können.»

Was aber beispielsweise den Finanzplatz Schweiz angeht, will der designierte Bundespräsident selbstbewusster auftreten. Die Schweiz habe ein grosses Know-how. Es brauche mehr eigenständige Positionen, und nicht nur Nachgeben. Aber: «Wir sind keine Insel der Glückseligen, die einfach tun können, was ihnen gefällt.»

«Freiheit und Unabhängigkeit als Massstab»

Nach seinen Visionen gefragt antwortete Maurer, dass er die Schweiz in zehn Jahren weiterhin als ein kleines, innovatives Land mit sehr viel Know-how und Schaffenskraft sehe.

Unabhängigkeit und Freiheit müsse man erhalten – und deshalb möglichst wenig Verträge eingehen, die diese Freiheit beschneiden würden. «Freiheit und Unabhängigkeit waren der Massstab für dieses Land seit Jahrhunderten, und dieser Linie sollten wir folgen.»

Keine Soldaten am Neujahrsempfang

Weitere Themen im Gespräch mit Ueli Maurer waren unter anderem: Die Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung, das Nein zur Nato, die humanitäre Tradition der Schweiz, neue Formen der Kriegsführung wie Cyber-Angriffe sowie die Pläne für Olympische Winterspiele in der Schweiz.

Maurer äusserte sich in der «Samstagsrundschau» aber auch persönlich. Etwa auf die Frage, ob er nochmals in die Politik gehen würde. Und er sagte, wieso er es schade findet, dass am traditionellen Neujahrsempfang keine Soldaten im Bundeshaus sein werden.

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25 Kommentare

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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Herr BR Maurer. Die Schweiz spielt nicht auf der grossen Bühne, wie Sie sagen. Aber unsere landesbeherrschenden Gross-Banken schon. Nicht immer zum Wohle des Schweizervolkes. Meinen Sie nicht auch?
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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Im 20 MINUTEN ONLINE unter der Rubrik DIE ZEIT DES ROSINENPICKENS IST VORBEI mit 174 Kommentaren schreibt ein ROGER am 30.12.2012 00:00 Kurz und Bündig, Zitat: Genug ist genug! Es wird Zeit ein Zeichen zu setzen und alle Verhandlungen und Gespräche mit der EU auf unbestimmte Zeit einzufrieren. Wir sind keine Kolonie und kein Vasallenstaat! Wir haben es nicht nötig uns dauernd beleidigen zu lassen! DEM IST NICHTS HINZUZUFÜGEN!
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  • Kommentar von W. Wegmüller, Mallorca
    Nein, auf der grossen Bühne steht die Schweiz nicht - zum Glück. Auf der grossen Bühne, zumindest für die nächsten Jahre, steht Europa, mit täglichen Hiobsbotschaften und undurchsichtiger Euro-Entwicklung. Übrigens Monaco steht auch nicht auf der grossen Bühne, hat aber gemeinsam mit der Schweiz, dass hier diejenigen Leben, die die grosse Bühne kennen.
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