Umfrage: Mehrheit für Abzocker-Initiative

Sieben Wochen vor der Volksabstimmung zur Abzocker-Initiative würden 54 Prozent der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger ein Ja in die Urne legen. Jeder sechste Schweizer scheint noch unentschlossen zu sein.

Thomas Minder

Bildlegende: Ständerat Thomas Minder könnte mit seiner Initiative Erfolg haben. keystone/archiv

Nur 30 Prozent der Befragten, die «ganz sicher» oder «wahrscheinlich» abstimmen wollen, würden die Vorlage ablehnen. Jeder sechste Schweizer (16 Prozent) hat  noch keine Meinung, wie eine Umfrage im Auftrag des «SonntagsBlick» ergab.

Auch das Ständemehr würde die Initiative demzufolge wohl erreichen, wenn heute abgestimmt würde: In der Deutschschweiz liegt die Zustimmungsrate bei 53 Prozent (bei 32 Prozent Nein), in der Westschweiz sogar bei 55 Prozent (bei 26 Prozent Nein).

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Erster Schlagabtausch zur Abzocker-Initiative

3:59 min, aus 10vor10 vom 9.1.2013

Männer kritischer als Frauen

Interessant: Männer stehen abzockenden Boni-Managern deutlich kritischer gegenüber (59 Prozent Ja) als Frauen (46 Prozent Zustimmung).

Je älter die Befragten, desto deutlicher die Zustimmung: 63 Prozent der über 55jährigen planen, Anfang März ein Ja in die Urne zu legen. Bei den 35 bis 54jährigen sind es noch 55 Prozent. Ein positives Signal für Minder: In der Regel beteiligen sich ältere Personen eher an Abstimmungen als jüngere.

Deutliche Mehrheit bei SP-Wählern

Am deutlichsten sagen die SP-Wähler mit 69 Prozent Ja zur Initiative. CVP- und SVP-Wähler liegen mit 60 Prozent gleich auf. Nur die FDP-Wähler würden die Initiative mit 60 Prozent Nein-Stimmen ablehnen.

Das Meinungsforschungsinstitut Isopublic befragte zwischen Donnerstag und Samstag 1019 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger. 686 von ihnen gaben an, «sicher» oder «sehr wahrscheinlich» abstimmen zu wollen.