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Schweiz Umgang mit Frauen: Bund gibt Flüchtlingen womöglich Schützenhilfe

Asylsuchende könnten in der Schweiz bald Kurse über die hiesige Sexualmoral besuchen. In Reaktion auf einen parlamentarischen Vorstoss erwägt der Bundesrat, dem Beispiel Norwegens und Dänemarks zu folgen.

Flüchtlinge gegenüber einer Frau
Legende: Nicht nur in Norwegen und Dänemark, auch in der Schweiz soll der Umgang mit Frauen gelernt sein. Keystone

Asylsuchende könnten bald auch in der Schweiz Kurse über die Sexualmoral in westlichen Ländern besuchen. Der Bundesrat erwägt, dem Beispiel Dänemarks und Norwegens zu folgen und solche Kurse einzuführen.

Sensibilisierung sei wichtig

Das Staatssekretariat für Migration (SEM) sei an den langfristigen Ergebnissen interessiert, schreibt der Bundesrat in seiner Antwort auf eine Interpellation. Sollten die Erfahrungen in Dänemark und Norwegen positiv sein, werde das SEM prüfen, ob solche Kurse in den Bundeszentren durchgeführt werden könnten.

Erkundigt hatte sich SP-Nationalrätin Silvia Schenker (BS). Sie hält fest, solche Kurse könnten Asylsuchenden helfen, für sie fremdes Verhalten richtig einzuordnen. Der Bundesrat pflichtet dem bei: Sensibilisierung in diesem Bereich sei wichtig und betreffe nicht nur Asylsuchende, schreibt er.

Bis heute weist nur ein Informationsblatt den Weg

Heute erhalten Asylsuchende bei ihrer Ankunft im Empfangs- und Verfahrenszentrum ein Informationsblatt. Auch führt das SEM zusammen mit den Betreuungsunternehmen Informationsveranstaltungen durch. Dabei gehe es um das allgemeine Verhalten in der Schweiz, die im Zentrum geltenden Regeln und besonders das angemessene Verhalten gegenüber Frauen und Mädchen.

Das SEM prüft die Möglichkeit, die Veranstaltungen zu standardisieren, um entsprechende Themen systematisch angehen zu können. Bei anerkannten Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen sind die Kantone für Integrationsmassnahmen zuständig.

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49 Kommentare

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  • Kommentar von Nicolas Dudle (Nicolas Dudle)
    Diese Massnahme ist wohl billiger und zweckmässiger in den Erstaufnahmeeinrichtungen platziert. Auch wenn dort die Beispiele aus dem Leben fehlen, weil der Kontakt zur hiesigen Bevölkerung fehlt, kann die tote Wartezeit sehr gut mit ein paar "Schulstunden" gefüllt werden. Das bräuchte wenig Vorbereitung, keine institutionelle Einrichtungen und relativ wenig Personal. Es braucht keine pädagogische oder soziale Ausbildung, um solche Dinge zu vermitteln, sondern nur etwas Persönlichkeit.
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  • Kommentar von Doris Loegel (Doris Loegel)
    Beachtenswert finde ich, dass die Gegner dieses Angebotes den Asylsuchenden & Flüchtlingen absprechen, dass diese aus diesen Informations-Workshops, um solche handelt es sich letztlich, bereit sind zu lernen. Warum eigentlich? Es geht doch darum, dass diese Menschen die neue Kultur kennen lernen,& Zeichen (direkter Augenkontakt, Kleidung etc.) richtig deuten können. Dieses Wissen fliegt keinem einfach zu! Es ist dieses bekannte Muster, der andere sollte spüren was ich will! Nein, kann er nicht!
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  • Kommentar von A. Zuckermann (azu)
    Auch dem einen oder anderen Schweizer würde so ein Kurs gut tun.
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