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Schweiz Umweltprobleme «Made in Switzerland»

Saubere Luft, sauberes Wasser, mehr Wald – der Zustand der Schweizer Umwelt hat sich in den letzten Jahren verbessert. Das sagt der Umweltbericht des Bundesrates. Die Schweizer verursachen trotzdem grosse Umweltprobleme, aber nicht hierzulande.

Legende: Video Durchzogene Umweltbilanz des Bundesrats abspielen. Laufzeit 01:49 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.01.2015.

Die Schadstoffbelastung von Luft und Wasser hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen. Wegen des Schweizer Konsums nimmt aber die Umweltbelastung dafür im Ausland zu. Dies ist die durchzogene Bilanz des Berichts «Umwelt Schweiz 2015», Link öffnet in einem neuen Fenster.

Laut Studie ist die Wasserqualität in der Schweiz generell gut und die Luft sei sauberer geworden. Die Belastung mit Feinstaub, Ozon und Stickoxiden liegt aber weiterhin über den Grenzwerten. 2000 bis 3000 Menschen würden deshalb jedes Jahr vorzeitig sterben. Das verursache Gesundheitskosten, die sich auf schätzungsweise 4 Milliarden Franken belaufen.

Energie und Rohstoffe würden immer effizienter genutzt werden. Trotzdem steige der Ressourcenverbrauch wegen des wachsenden Konsums weiter: Würden alle Länder so viel Ressourcen beanspruchen wie die Schweiz, wären 2,8 Erden nötig, heisst es in dem Bericht. «Die Schweiz steht weltweit an der Spitze, wenn man den Pro-Kopf-Verbrauch sämtlicher Materialien betrachtet», ergänzt SRF-Wissenschaftsredaktor Thomas Häusler.

Das zeige sich auch beim Abfall, wie der Umweltbericht zeigt: Die Menge der Siedlungsabfälle sei demnach seit 1990 doppelt so schnell gewachsen wie die Bevölkerung.

Schweizer Konsum schafft ausländische Umweltprobleme

Der grösste Teil der Belastungen fällt laut Bericht aber nicht in der Schweiz an: Inzwischen verursache der Schweizer Konsum im Ausland grössere Umweltbelastungen als im Inland. «Eine grosse Auswirkung dieses Konsums sind Treibhausgase, die wir im Ausland verursachen», erklärt Häusler.

«Nehmen wir als Beispiel das neue Smartphone, das ich mir gerade gekauft habe. Das wurde mit hoher Wahrscheinlichkeit in China produziert und es hat Metalle und Kunststoffe verbraucht – vor allem aber Energie. Und diese Energie wird in China grösstenteils in Kohlekraftwerken produziert. Das heisst: Mein Smartphone hat in China viele Treibhausgase verursacht.» Würde man dieses versteckte CO2 zum hiesigen dazu rechnen, käme fast die doppelte Menge dabei heraus.

Nutzung von Flächen im Ausland

Durch den Import von Futtermitteln und Lebensmitteln würden ausserdem zusätzliche Flächen im Ausland beansprucht. «Flächen im Amazonas zum Beispiel, die vielleicht zuvor abgeholzt wurden, um dort Soja zu produzieren – Soja für Schweizer Rinder. Insgesamt belegen wir dafür 2800 Quadratkilometer, das ist zweimal der Aargau. Oftmals wird dieses Land sehr intensiv mit viel Dünger und Pflanzenschutzmitteln bewirtschaftet, die das Land und die Gewässer vor Ort noch zusätzlich belasten», erklärt Häusler.

Abhilfe sollen laut Bericht ressourcenschonender Konsum, effizientere Produktionsmethoden und die Rückgewinnung von Rohstoffen schaffen.

Zersiedelung und Lärm

Als weitere Umweltprobleme werden im Bericht die Bautätigkeit und landwirtschaftliche Nutzung genannt. Diese würden zu einer Belastung der Böden führen, die Landschaft werde zunehmend zersiedelt.

Auch der Lärm schaffe zusätzlich Probleme: Während des Tages sollen schätzungsweise 1,6 Millionen Einwohner schädlichem oder lästigem Strassenverkehrslärm ausgesetzt sein, heisst es in dem Bericht.

Der erste Umweltbericht

Seit Mitte 2014 verlangt des Umweltschutzgesetz vom Bund, mindestens alle vier Jahre den Zustand der Umwelt in der Schweiz zu beurteilen. Der Bericht «Umwelt Schweiz 2015» ist in diesem Rahmen der erste Umweltbericht.

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16 Kommentare

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  • Kommentar von Enzo Cefaloni, Zürich
    Wusste ich es doch: Die Schweiz bzw die Schweizer sind an ziemlich allem Übel auf diesem Planeten schuld: Steuerflucht, Ausbeutung, Elend, Korruption, Rassismus. Da ist es ja nur logisch, wenn der Unmensch Schweizer auch Schuld ist an der Umweltverschmutzung in anderen Ländern. Ich gehe gebückt durchs Leben, seitdem ich weiss, dass Chinesen wegen meinem Handy Kohlekraftwerke bauen müssen!
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Einerseits soll der gute Mensch möglichst viel konsumieren, sonst schwächt er die Wirtschaft und treibt sie so in eine Deflation - andereseits soll er möglichst wenig konsumieren, um keine ausländischen Umweltprobleme zu schaffen. Ich glaube, wir sind mündige Bürger und können selber entscheiden, was wir konsumieren wollen - und was nicht. "Weniger ist mehr" ist oft der Königsweg.
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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Die CH beteiligt sich am Kampf um fruchtbare Böden wie alle Industrie-+Schwellenländer,ausgelagerte Agrarflächen übertreffen unsre eigenen.Pervers,meine ich,Brot für Brüder zu sammeln,Entwicklungsgelder u.Nahrungsmittel zu spenden,gleichzeitig ihre Böden,Grundwasser+Meere für uns u.unsre Nutztiere auszulaugen,abzuholzen,zu zerstören usf.Wir lassen Überbevölkerung zu,berauben andere ihrer Existenz.Was,wenn diese Länder uns die Böden wegen Eigenbedarfs entziehen müssen?Überlegt sich das keiner?
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      B.H./Vermutlich leben wir in einem Irrenhaus.Ist schon lange meine Überzeugung.Meinte Albert Einstein wohl dies,als er die UNENDLICHE Dummheit der Menschheit,erwähnte?Hauptsache:"Seid,f(r)uchtbar und mehret Euch."Replikations-Verordnung"eines,offenbar von einem halluzinogenen Wahn befallenen,selbsternannten"Bodenpersonals".In irgend einem Rausch vernommen.Mit Kriege,Folter,Morden und Bevormundung,in die Hirne ihrer inzuchtdebilen Schäfchen"eingebrannt"(Hexenverfolgungen,Glaubenskriege).Wirkt!
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