Uni Zürich schenkt Studierenden Punkte für Militär-Dienstgrade

Die Offiziersausbildung in der Schweizer Armee kann Vorteile bringen. Ab diesem Semester kann an der Uni Zürich die militärische Kaderausbildung angerechnet werden. Dies teilte das Militärdepartement VBS mit.

Soldaten sitzen an einem Tisch, auf dem mehrere Laptops stehen.

Bildlegende: Eine Kaderausbildung im Militär kann sich im zivilen Studium lohnen. Keystone / Archiv

Armeeangehörige können sich ab dem Herbstsemester 2016 ihre höhere militärische Kaderausbildung an ihr Studium an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Zürich anrechnen lassen. Diese Vereinbarung ermöglicht eine Kooperation zwischen der Höheren Kaderausbildung der Armee und der Fakultät der Uni Zürich, wie es in der Medienmitteilung des VBS heisst.

Eine Ausbildung ab Stufe Fourier und Feldweibel ergebe drei bis sechs ECTS-Punkte in den Studiengängen der Fakultät. Die militärische Ausbildung sei eine wertvolle Ergänzung zum akademischen Studium, teilte Harald Gall, Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät, mit.

Die Anerkennung an den Hochschulen ist nicht neu: Die Universitäten St. Gallen, Neuenburg und alle sieben öffentlich-rechtliche Fachhochschulen haben bereits solche Anerkennungsvereinbarungen. Die Universitäten Basel, Luzern und die Fernstudiengänge wollen nachziehen.

Punkte schiessen fürs Studium?

  • Die Uni Zürich will die militärische Kaderausbildung auf das Studium anrechnen. Das ist nicht neu, aber ist es deshalb auch fair?

  • Ja – Die Armee bietet beste Ausbildung in Menschenführung.

    48%
  • Keine gute Idee – Was hat Militär mit akademischer Bildung zu tun?

    34%
  • Eigentlich nicht richtig – aber einem geschenkten Gaul ...

    5%
  • Punkte ja – aber nur für theologische Studiengänge

    3%
  • Klares Nein – weil dieses System Frauen benachteiligt

    10%
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