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Schweiz Uniterre lanciert Referendum gegen Agrar-Reformpaket

Die Westschweizer Bauerngewerkschaft Uniterre hat das Referendum gegen das vom Parlament geschnürte Reformpaket zur Agrarpolitik 2014-2017 lanciert. Mit jeder Reform entferne sich die Schweiz von ihrem Verfassungsauftrag, argumentiert sie.

Legende: Video Referendum gegen neue Agrarpolitik abspielen. Laufzeit 0:54 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 10.04.2013.

Die Ernährung der Bevölkerung mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln könne mit den Beschlüssen des Parlaments nicht mehr sichergestellt werden, schreibt der Verband in einer Mitteilung. Die Agrarpolitik sei so zu gestalten, dass die Bauern ihre Aufgabe im Dienste der Gesellschaft erfüllen könnten.

Die Zukunft sieht Uniterre in einer ökologischen Produktion von Nahrungsmitteln. Dazu brauche es mehr Bäuerinnen und Bauern. Ernährungssouveränität sollte demnach kein blosses Lippenbekenntnis bleiben, sondern konkret umgesetzt werden.

Anders als Uniterre rät der Vorstand des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV), auf ein Referendum zu verzichten, obwohl die Reformrunde nur teilweise gelungen sei. Ausserdem erachtet es der SBV-Vorstand als schwierig, der nicht landwirtschaftlichen Bevölkerung ein Referendum zu erklären.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Alois Wutz, Gerlafingen
    Die vorliegende "Reform" spielt einmal mehr den Agrochemie-Multis und den grossen Lebensmittelkonzernen in die Hände. Die Verlierer sind die hart arbeitenden Bauern. Es ist wie bei der Entwicklungshilfe, das meiste Geld versickert auf dem Weg zum Empfänger oder wird von den vor- und nachgelagerten Stufen weggefressen. Man sollte mal das BLW ausmisten, dort hätte es enormes Einsparpotenzial mit überflüssigen Stellen, die Reformitis wäre damit auch eingedämmt.
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