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Schweiz «Unsere Demokratie ist mutig – sie traut uns allen viel zu»

Ist die direkte Demokratie den Herausforderungen der globalisierten Welt gewachsen? Ja, findet Bundespräsidentin Sommaruga in ihrer Neujahrsansprache. Und: Für die Schweiz sei die Verwurzelung im Lokalen ebenso wichtig wie die Verbundenheit mit der Welt.

Legende: Video Neujahrsansprache von Simonetta Sommaruga abspielen. Laufzeit 04:25 Minuten.
Aus News-Clip vom 01.01.2015.

Was macht die Schweiz aus – angesichts einer immer komplexeren Welt? Für Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga ist klar: Es sind die Verwurzelung im Lokalen und die Traditionen ebenso wie die Verbundenheit mit der Welt.

Nirgends sonst haben die Bürger so viel Macht und Verantwortung. Das gefällt mir.
Autor: Simonetta SommarugaBundespräsidentin

Für Vertrautheit und Nähe, dafür stehe auch die direkte Demokratie. «Nirgends sonst haben die Bürger so viel Macht und Verantwortung wie in unserem Land. Das gefällt mir. Unsere Demokratie ist mutig – sie traut uns allen viel zu», so die Bundespräsidentin.

Die Schweiz braucht Nähe und Identität

Gerade angesichts der fortschreitenden Globalisierung sei die direkte Demokratie, wie die Schweiz sie kenne, wertvoll. «Es gibt aber auch Leute, die sagen, unsere direkte Demokratie sei nicht mehr zeitgemäss. In unserer vernetzten Welt sei es für die Bevölkerung gar nicht mehr möglich, hochkomplexe Entscheidungen zu treffen. Ich teile diese Meinung nicht. Ganz und gar nicht.»

Denn das System der direkten Demokratie passe ausgezeichnet in die heutige Zeit, meint Sommaruga. Die Tatsache, dass neben dem Bundesrat und dem Parlament auch die Bürger Einfluss nähmen und Verantwortung trügen, schaffe Nähe und Identität.

Nähe und Identität, darauf sei die Schweiz angewiesen – in einer globalisierten Welt noch mehr als früher. «In dieser Hinsicht gleicht unser Land einem Markt wie dieser hier hinter mir auf dem Bundesplatz. Auch hier hat die Globalisierung längst Einzug gehalten. Exotische Früchte und andere Produkte gehören heute zu unseren Lebensmittelmärkten wie die einheimischen Äpfel und Salate. Und trotzdem – oder gerade deshalb – fühlen wir uns hier daheim.»

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247 Kommentare

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  • Kommentar von Kurt Vollmer, Zürich
    Unsere neue Bundespräsidentin wird leider nicht nur im Ausland auf harte Verhandlungspartner treffen, nein, sie wird sogar im eigenen Land, von eigenen Bürgern kritisiert. Statt diese Frau tatkräftig zu unterstützen & stolz zu sein, wird sie von gewissen politischen Hardlinern & Mitläufern angegriffen.Manchmal habe ich das Gefühl in diesem Land leben immer mehr verbitterte & selbstgefällige Besserwisser.Schlimm daran ist, dass genau diese Kreise noch nie wirklich in einer Verantwortung standen.
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  • Kommentar von D.Mahler, Zürich
    Probleme die Anstehen und unsere Bundespräsidentin hoffentlich löst - Konfilikt mit der EU, die demokratische Volksentscheide nicht respektiert - Wirtschaftskrieg, während Frankreich, USA Britische Inseln, Asien weiter Steuerschlumpflöcher sind werden kleine Staaten wie die Schweiz angegriffen die ihr Bankgeheimnis aufgeben sollten -Linksradikale die randalieren in der CH auf den Strassen und in Foren gegen Andersdenkende. Auch da hoffe ich auf eine Lösung der ehrenwerten Frau Bundesrätin
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    1. Antwort von Ursula Schüpbach, Biel/Bienne
      "...Frankreich, USA Britische Inseln, Asien..." Scheinen mir eher grosse Dinge zu sein im Verhältnis zu einer einzelnen Person.
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    2. Antwort von D.Mahrer, Zürich
      Aber mein guter Frau Schüpbach, es geht hier doch um die Staaten und nicht einzelnen Personen. Aber eine gute Frage, Danke.
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  • Kommentar von D.Mahrer, Zürich
    Gratulation zur Wahl als Bundespräsidentin. Ich wünsche ihnen viel Erfolg & Durchhaltewille. Lassen sie sich nicht von Hardlinern & Abschottungsbeführwortern gegen Andersdenkende beirren. Gehen sie den Weg, den die CH immer ging & sich damit in der Welt einen guten Namen geschaffen hat. Humanität, Hilfsbereitschaft, gute Dienste und echte Diplomatie haben uns Ansehen gebracht. Lassen sie nicht zu, dass Fanatiker diesen guten Ruf zerstören & wir als Andersdenkerfeindlich wahr genommen werden.
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