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Unterschriftensammlung beendet Initiative gegen Pestizide mobilisiert Unterstützer

Nach der Einreichung der Trinkwasser-Initiative im Januar hat eine zweite, ähnliche Initiative auch die Chance, vors Volk zu kommen.

Etwas wird auf einem feld versprüht
Legende: Die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» ist laut den Initianten auf Kurs. Keystone

Darum geht es: Für die Initiative «für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide» sind laut dem Komitee über 140'000 Unterschriften zusammengekommen. Sie soll am 25. Mai, vier Tage vor Ende der Sammelfrist, eingereicht werden. Nötig sind 100'000 Unterschriften.

Das sind die Forderungen: Die Initianten wollen den Einsatz synthetischer Pestizide in der landwirtschaftlichen Produktion, der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse und der Boden- und Landschaftspflege verbieten, ebenso wie die Einfuhr von Lebensmitteln, die solche Pestizide enthalten oder mit ihrer Hilfe hergestellt wurden.

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Bereits im Januar wurde bei der Bundeskanzlei die mit der Pestizid-Initiative wesensverwandte Trinkwasser-Initiative eingereicht. Diese verlangt, dass nur noch jene Landwirtschaftsbetriebe Subventionen erhalten, die auf Pestizideinsätze und das präventive Verabreichen von Antibiotika verzichten. Dahinter stehen mehrere Umwelt-, Naturschutz- und Tierschutzorganisationen.

Das sind die Initianten: Das Komitee setzt sich aus sieben Personen aus der Region Neuenburg zusammen. Sie gehören keiner politischen Partei an.

Das sind die Gegner: Der Bauernverband lehnt diese wie auch die Trinkwasser-Initiative ab. Auch er wolle Pestizide bekämpfen, sagte er letzten Sommer. Einen vollständigen Verzicht sieht er jedoch kritisch. Ohne Pestizide würden die Erträge um 20 bis 40 Prozent schrumpfen, warnte er.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Ulrich Thomet (UTW)
    Mir passt insbesondere der Umstand, dass nur noch unbehandelte Nahrungsmittel importiert werden dürften. Um das glaubwürdig umzusetzen müssten Kontrollen vor Ort stattfinden. Vorausgesetzt das dieser Part der Initiative 1:1 umgesetzt würde, würde die CH Landwirtschaft vor dem rauhen Wind des Freihandels ziemlich bewahrt. Das wiederum wird einige Freihandelsfans hier vom voreiligen JA wieder abrücken lassen.
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  • Kommentar von Ueli von Känel (uvk)
    Es gibt m.E. nur eines: Legen wir StimmbürgerInnen ein krätiges JA in die Urne! Denn die Insekten (z.B. die Bienen) sind für uns überlebenswichtig.
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  • Kommentar von Alex Terrieur (Imfeld)
    Es gab eine Epoche, da as und trank der "noble Mensch" aus trendigem BLEI GESCHIRR !!! Eine Zeitlang wurden die trendigen Verkäufer, aber auch die Totengräber reich dabei... Was lernen wir aus giftigen Pestizide???
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