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Viele Regionen betroffen Unwetter überflutete in der Nacht Keller und Strassen

Legende: Video Bilder aus der Unwetternacht abspielen. Laufzeit 00:27 Minuten.
Aus Tagesschau Nacht vom 19.08.2017.
  • Mehrere Gewitterzellen mit starkem Regen, Hagel und heftigem Wind sind am Freitagabend von West nach Ost über die Schweiz gezogen.
  • Die Böenspitzen erreichten in Le Bouveret (VS) am Genfersee bis zu 129 Kilometern pro Stunde. Aber auch im Flachland wurden Windböen von 80 bis 105 km/h gemessen.
  • Auch an Blitzen fehlte es nicht: SRF Meteo zählte rund 18'000.

Zürich: Die Organisatoren des Theaterspektakels mussten verschiedene Vorstellungen absagen oder verschieben. Die Landiwiese am Zürichsee wurde aus Sicherheitsgründen geräumt. Erst nach Abflauen des Gewitters mit Sturmböen um die 80 km/h konnte gegen 20 Uhr der Anlass weitergehen.

Zug: Schwere Gewitter entluden sich über dem Kanton Zug, dessen Feuerwehren laut der Medienstelle der Polizei nach heftigen Regenfällen im Dauereinsatz standen. Starkregen sei besonders in Zug, Baar und Rotkreuz niedergegangen. Innerhalb von zwei Stunden gingen 125 Meldungen über überflutete Keller, Wohnungen, Waschküchen und Tiefgaragen bei der Einsatzleitzentrale ein. Darüber hinaus hiess es Land unter auf dem Autobahnabschnitt der A4 zwischen Zug und Baar. Dieser musste in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.

Basel: In Riehen (BS) mussten gegen 200 Passagiere rund dreieinhalb Stunden in einer S-Bahn ausharren, nachdem ein heruntergefallener Ast die Fahrleitungen beschädigt hatte. Die Feuerwehr versorgte die Passagiere während der Wartezeit mit Getränken und Frischluft. In Basel wurde ein Mann verletzt, als er von einem abgerissenen Ast getroffen wurde. Der 68-Jährige musste von der Sanität ins Spital gebracht werden. Insgesamt gingen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft rund 250 Meldungen wegen der Unwetter ein.

Freiburg: In Attalens fiel ein vom Sturm umgerissener Baum auf das Auto einer 45-Jährigen. Als deren Schutzengel erwies sich laut der Kantonspolizei ein Abfallcontainer, der im Weg stand und den Sturz des Baumes abfederte, sodass dieser nicht mit voller Wucht auf das Auto der Frau krachte.

Solothurn: Eine rasche Reaktion des Hausbesitzers verhinderte in Matzendorf einen grösseren Schaden. Dort schlug ein Blitz in ein Haus ein und verursachte einen Estrichbrand. Der Hausbesitzer selbst konnte den Brand löschen, noch bevor die Feuerwehr eingetroffen war, wie die Kantonspolizei Solothurn mitteilte.

St.Gallen: Besonders in der Region Bodensee-Rheintal gewitterte es heftig. Rund 40 Mal rückten gemäss Kantonspolizei die Feuerwehren aus. Sie pumpten überflutete Keller aus oder räumten Äste und Bäume von Strassen weg, stellten umgewehte Baustellenabschrankungen und Lichtsignale wieder auf.

Bern: Im Kanton Bern waren vor allem das Oberland, die Region Thuner- und Brienzersee sowie das Seeland und die Agglomeration Biel betroffen. Insgesamt gingen bei Polizei und Feuerwehr rund 60 Anrufe ein. Zumeist wegen umgestürzter Bäume. Verletzte gab es laut Polizeimitteilung keine.

Wallis: Auch das Open Air Gampel im Wallis blieb nicht verschont. Die Folgen: Einige leicht verletzte Personen, Schäden auf dem Zeltplatz und ein Konzertabbruch.

Zwei Todesopfer in Österreich

In Oberösterreich hat ein Sturm am Abend ein Festzelt mit 650 feiernden Gästen umgerissen. Südlich von Passau wurden dabei zwei Menschen getötet und rund 100 verletzt. Bei den Toten handelt es sich um einen 28-jährigen Einheimischen und eine 19-jährige Rumänin, die in der Nähe des Unglücksortes lebte. Die Gewitterneigung war zwar bekannt. Doch sei das südöstliche Oberbayern von einem weit heftigeren als von den Wetterdiensten zunächst prognostizierten Sturm überzogen worden, teilte die Polizei mit.
Überflutete Keller, abgedeckte Hausdächer, umgestürzte Bäume: Bei heftigen Unwettern wurden auch im Südwesten Deutschlands mehrere Menschen verletzt, einige von ihnen schwer. Landesweit brachen aufgrund von Blitzeinschlägen mehrere Feuer aus. Bewohner erlitten Rauchvergiftungen. Am stärksten von den Gewittern betroffen war Mittelfranken.

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