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Schweiz Urner Justiz-Fall: Auftragsschütze entlastet Walker

Das Bundesgericht hat im Fall des Erstfelder Bar-Betreibers Ignaz Walker das Urteil aufgehoben. Walker war wegen versuchten Auftragsmordes und versuchter Tötung zu 15 Jahren verurteilt worden. Jetzt sagt der verurteilte Auftragsschütze der «Rundschau»: «Walker hat nichts mit dieser Tat zu tun.»

Legende: Video Fall Walker: Auftragsschütze packt aus abspielen. Laufzeit 08:49 Minuten.
Aus Rundschau vom 07.01.2015.

Im grössten Indizienprozess des Kantons Uri wurde Ignaz Walker zu 15 Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Der Bar-Betreiber soll einen Auftragskiller auf seine damalige Ehefrau angesetzt und 11 Monate zuvor auf einen Gast geschossen haben.

Walker sitzt seit vier Jahren im Gefängnis und beteuerte stets seine Unschuld. Vor Weihnachten hob das Bundesgericht das Urteil auf. Das Urner Obergericht muss den gesamten Fall neu beurteilen. Das Hauptindiz, eine DNA-Spur auf einer Patronenhülse, dürfe nicht verwendet werden.

«Walker ist unschuldig»

Noch vor dem Urteil des Bundesgerichts gab der rechtskräftig verurteilte Schütze Sasa Sindelic der «Rundschau» in der Justizvollzugsanstalt Thorberg ein Interview. Sasa Sindelic befindet sich im Strafvollzug. Das Landgericht Uri hatte ihn 2012 zu einer Freiheitsstrafe von 8 ½ Jahren verurteilt.

Er soll laut Gericht auf die damalige Ehefrau von Ignaz Walker drei Schüsse abgefeuert und diese dabei verletzt haben. Jetzt entlastet Sindelic vier Jahre nach der Schussabgabe in Erstfeld den Urner Cabaret-Betreiber: «Ignaz Walker ist unschuldig. Er hat nichts mit dem Mordanschlag zu tun. Er hat nichts gemacht, nichts geplant, gar nichts.»

«Vorgetäuschter Anschlag, damit Walker in Haft kommt»

Im Strafverfahren und vor Landgericht belastete Sindelic den Cabaret-Betreiber mit seinen Aussagen. Jetzt schildert der verurteilte Schütze eine völlig neue Version der Ereignisse.

Beim Mordanschlag habe es sich um eine Inszenierung gehandelt. Auftraggeber für das vorgetäuschte Mordkomplott seien Walkers damalige Ehefrau und ihr Freund gewesen. «Das Ziel war ein vorgetäuschter Mord, damit Ignaz Walker beschuldigt werden kann und in Haft kommt», lässt sich Sindelic in der «Rundschau» zitieren.

Der Schuss in den Rücken sei ein Fehlschuss gewesen, sagt der verurteilte Schütze weiter. Das sei das einzige, das bei diesem inszenierten Mordversuch schiefgegangen sei. Auf die Frage, warum er erst jetzt auspacke, sagte Sindelic, er hätte Angst vor den Auftraggebern gehabt.

Keine Stellungnahme von Ex-Frau und deren Freund

Walkers Ex-Frau, ihr damaliger Freund und das Obergericht Uri, teilten der «Rundschau» mit, dass sie sich zur jüngsten Entwicklung im Fall Walker nicht äussern wollen. Die Anwältin von Walkers Ex-Frau teilte schriftlich mit, dass sich am Tatvorwurf und dem erstellten Sachverhalt in Bezug auf den versuchten Mordanschlag auf das Opfer durch das Bundesgerichtsurteil nichts ändere.

Rechtsanwalt Linus Jaeggi hat inzwischen ein Haftentlassungsgesuch für seinen Klienten Ignaz Walker gestellt. Darüber wird das Urner Obergericht in den nächsten Tagen entscheiden müssen.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Rolf Künzi, Winterthur
    Jetzt einmal eine ganz berechtigte Fage, wann ist eine Frau kriminell und wann ein Mann? Was dürfen Frauen eigentlich mit Kindern machen? Umbringen vorschieben. Für mich geht das alles in die selbe Kategorie: Ödibuskomplex und die Richter nutzen das noch aus. Wer ist hier bitte der Verbrecher und wer der Angeklagte? Wer das Opfer und wer der/die Schuldigen? De Mann wird durch die Medigen gezogen und die Frau geschützt, so sieht es aus.
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