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Schweiz Urteil im Zwillingsmord Horgen: Lebenslänglich

Die 39jährige, die in Horgen (ZH) ihre drei Kinder getötet hat, ist schuldig des mehrfachen Mordes und der vorsätzlichen Tötung. Das Bezirksgericht Horgen hat die Frau zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Der Verteidiger plädierte für eine «kleine Verwahrung».

Legende: Video Lebenslänglich für Kindsmörderin abspielen. Laufzeit 3:47 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 29.01.2013.

Das Bezirksgericht Horgen entschied über die die Zukunft der 39jährigen Frau, die 1999 ihr Baby und 2007 ihre siebenjährigen Zwillinge getötet hat. Sie ist wegen Mordes und vorsätzlicher Tötung zu einer lebenslangen Strafe verurteilt worden.

Während des Strafvollzugs hat die Frau eine ambulante Therapie zu absolvieren. Damit folgte das Gericht dem Antrag der Anklage. Diese hatte eine stationäre Massnahme, wie die Verteidigung sie verlangte, abgelehnt.

Gericht: Mutter mit Gefühlskälte

«Die Kinder hatten keine Chance», sagte der Gerichtspräsident bei der Urteilsbegründung. Die Beschuldigte habe ihre Vertrauensstellung als Mutter missbraucht. Sie habe die ahnungslosen und wehrlosen Kinder, die sich auf Weihnachten freuten, im Schlaf überrascht.

Die Taten habe sie mit grossem Kraftaufwand und erschreckender Entschlossenheit verübt und eine ausserordentliche Grausamkeit an den Tag gelegt. Von Gefühlskälte zeuge ihr Verhalten nach den Morden, als sie einen Wohnungseinbruch vortäuschte. Für sie spreche immerhin, dass sie die Taten nicht von langer Hand geplant sondern spontan beschlossen habe.

Geständnis zugunsten der Beschuldigten

Die Tötung des Babys war laut Gericht etwas anders gelagert: Hier erkannte das Gericht keine besondere Skrupellosigkeit, wie sie für Mord Voraussetzung ist. Auslöser für die Tat war das schrille Schreien des Säuglings, das die Mutter nicht ertrug. Mit dieser Tat habe sie sich nicht des Mordes, sondern der vorsätzlichen Tötung schuldig gemacht.

Das Geständnis am 12. Dezember 2012 wertete das Gericht zwar zugunsten der Beschuldigten. Dass es aber erst nach jahrelangem Leugnen kam, quasi «als die Verurteilung schon vor der Tür stand», mindere dessen Wert. Der Gerichtspräsident versicherte, es hätte die Frau angesichts der erdrückenden Beweislage auch ohne Geständnis «ohne weiteres verurteilt».

Weiterzug möglich

Verteidiger Thomas Fingerhuth wollte seine Mandantin wegen vorsätzlicher Tötung verurteilt sehen. Er plädierte für eine stationäre Massnahme, die sogenannte «kleine Verwahrung».

Die Beschuldigte zeigte laut Radio-SRF-Korrespondent Curdin Vincenz wenig Emotionen während der Urteilsverkündung. Sie habe zumeinst den Gerichtspräsidenten angeschaut, zeigte aber kaum eine Regung.

Ob das Urteil an die nächsthöhere Instanz weitergezogen wird, ist laut Vincenz unklar. Der Staatsanwalt sei mit dem Urteil zufrieden. Die Verteidigung überlege sich aber einen Weiterzug. Vor allem habe sich die Verteidigung eine stationäre statt eine ambulante Massnahme für die Beschuldigte gewünscht. Der Verteidiger seis sich aber nicht sicher, ob die Mandantin noch einmal bereit sei, sich einem solchen Verfahren auszusetzen.

Gebäude mit zwei Wappen am Eingang.
Legende: Das Bezirksgericht Horgen hat das Urteil gefällt. Keystone

Bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe kann der oder die Inhaftierte frühestens nach 15 Jahren einen Antrag auf bedingte Entlassung stellen. Da die nun Verurteilte bereits fünf Jahre in Haft ist, könnte sie in zehn Jahren ein solches Gesuch einreichen.

Die Schweizerin hatte nach jahrelangem Leugnen im vergangenen Dezember gestanden, in der Nacht auf Heiligabend 2007 ihre siebenjährigen Zwillinge erstickt zu haben. Während des Prozesses erklärte sie sich ausserdem verantwortlich für den Tod ihres erstgeborenen Töchterchens.

Therapie in Hindelbank

Die nun verurteilte Mutter kann ihre ambulante Massnahme in der neuen Therapie-Abteilung der Strafanstalt Hindelbank absolvieren – solange dort noch Plätze frei sind. Die 39jährige erhält so die nötige Therapie. Das Gericht behält sich vor, nachträglich eine stationäre Massnahme anzuordnen, wenn gute Erfolgsaussichten bestehen.

15 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Übrigens Wolf genau solchen Linken wie Sie haben wir es zu verdanken, dass Kriminelle ihren grössten Hobbys immer und immer wieder nachgehen können. Zudem ist die Schweiz ein Land für Psychopathen und Kriminelle geworden dank der Kuschelpolitik der Linken. Psychopathen wissen genau, die Schweizer sind so dumm, dass sie hier gut leben können.
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  • Kommentar von Verena Eberhard, 5722 Gränichen
    Simon Marti, ich habe den ganzen Bericht gelesen und für mich ist diese Frau auch heute noch ein Monster. Ich finde für ihre Taten keine Entschuldigung. Viele tausende von Menschen hatten und oder haben noch heute keine schöne Kindheit. Jedoch deswegen solche Taten zu beschönigen und zu entschuldigen finde ich schlimmer als solche Taten zu tun. Sie hat ihr eigen Fleisch und Blut umgebracht ohne mit der Wimper zu zucken. Sie ist eine Triebtäterin und gehört lebenslang verwahrt.
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  • Kommentar von M. Meier, Bern
    ... Dass die gebürtige Oesterreicherin eine schwierige Kindheit hatte, ist keine Entschuldigung für diese drei Morde. siehe auch: Die Beschuldigte (Bianca G. oder B., hier Hanna Greib genannt) wurde ein Jahr lang im Gefängnis besucht. Das Team war auch bei ihren Eltern und Bekannten in Tirol. http://www.presseverein.ch/2013/01/eine-mutter-drei-tote-kinder/
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