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Schweiz Valerio Lazzeri wird Luganos neuer Bischof

Der 50-jährige Theologieprofessor übernimmt im Dezember das Amt von Pier Giacomo Grampa. Dieser tritt als volksnaher Bischof nach rund zehn Jahren ab.

Der amtierende und der zukünftige Bischof von Lugano: Pier Giacomo Grampa und Valerio Lazzeri.
Legende: Der amtierende und der zukünftige Bischof von Lugano: Pier Giacomo Grampa und Valerio Lazzeri. Keystone

Valerio Lazzeri wird der neue Bischof von Lugano. Wie der amtierende Bischof Pier Giacomo Grampa bekannt gab, hat ihn Papst Franziskus letzte Woche nominiert. Die Bischofsweihe soll am 7. Dezember in der Kirche Sacro Cuore in Lugano vollzogen werden.

Lazzeri ist derzeit Kanoniker an der Kathedrale San Lorenzo in Lugano und Professor an der Tessiner Theologiefakultät. Der 50-Jährige stammt aus dem Dorf Dongio im Bleniotal und ging in Bellinzona zur Schule. Er studierte in Lugano und Freiburg. Nach der Priesterweihe promovierte er in spiritueller Theologie in Rom.

Ein volksnaher Bischof tritt ab

Der bisherige Bischof, der 77-jährige Pier Giacomo Grampa, bleibt bis zum 7. Dezember im Amt. Er stand etwa zehn Jahre an der Spitze des Bistums Lugano.

Grampa, dem bei den Dankesworten an sein Bistum die Tränen in den Augen standen, galt als volksnaher Bischof. Er bezog zu etlichen politischen Themen im Tessin Stellung, unterstützte beispielsweise die Arbeiter in den SBB-Werkhallen im Jahr 2008 moralisch bei ihrem Streik gegen Abbaupläne.

Er kritisierte sowohl die nationale Abstimmung gegen Minarette als auch die kantonale gegen die Burka. Innerhalb der Bischofskonferenz war er für die Arbeitsgruppe Islam zuständig, er unternahm Reisen unter anderem in den Iran.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Ernst Jacob, Moeriken
    Er sei ein 'volksnaher Bischof' gewesen, er unterstützte die streikenden SBB-Buezer und er kritisierte die Abstimmung gegen Minarette und das Verhüllungsverbot. Was er im Iran wohl wollte, ist (mir) nicht bekannt, aber vielleicht wollte er dort vielleicht die Mulla's bekehren. Was er zu Priesterinnen meinte, weiss ich nicht, auch nicht seine Meinung zu Verhütungsfragen, und schon gar die zum Thema Kinds-Missbrauch der eigenen 'Truppe'. Mir wäre wichtiger, was er MEINTE, nicht was er kritisierte.
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