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Schweiz VBS will Drohnen für 250 Millionen Franken kaufen

Die Armee will künftig auf das Drohnensystem «Hermes 900 HFE» der israelischen Firma Elbit Systems setzen. Die Aufklärungsdrohne soll das bisherige System ADS 95 ersetzen.

Nach dem Gripen-Flop plant das VBS schon das nächste Rüstungsgeschäft für die Luftwaffe. Auf dem Wunschzettel steht das israelische Drohnensystem mit Namen «Hermes 900 HFE».

Legende: Video Aus dem Archiv: Drohnensystem Hermes abspielen. Laufzeit 9:03 Minuten.
Aus Rundschau vom 21.05.2014.

Es handle sich um ein allwettertaugliches Aufklärungsdrohnen-System, schreibt das VBS in einer Mitteilung.

Im Vergleich zum heutigen System könne es länger in der Luft bleiben und habe eine grössere Reichweite. Die neuen Drohnen seien unbewaffnet. Kampfdrohnen seien zurzeit und auch auf absehbare Zeit kein Thema beim VBS.

Die Kosten belaufen sich auf rund 250 Millionen Franken. Das Drohnensystem wird dem Parlament voraussichtlich mit dem Rüstungsprogramm 2015 unterbreitet.

15 Kommentare

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  • Kommentar von B. Thyssen, Hergiswil
    Mir scheint als müssten wohl einfach dringends neue Waffen her. Nun ja da ist wohl nicht weiter zu helfen. Passende Argument gingen ja schon ein: "Menschen haben schon immer ne Keule geschwungen, und sie werden sie auch in Zukunft schwingen". Ich frage mich: Weshalb nicht was neus revolutionäres anfangen?
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    1. Antwort von Christian Pfister, Bern
      Das fragst du jetzt wirklich? Dann erklär ich es dir gerne einmal! Du triffst auf jemanden im Ausgang und der pöbelt dich an. Du erklärst ihm, dass du nicht auf Streit aus bist und gerne schnell nach Hause möchtest! Doch da dieser Streithahn, sowieso auf Streit aus ist, haut er dir eins zwischen die Latten. Du hast nun zwei Möglichkeiten: Entweder du wehrst dich oder du erklärst ihm (nach deinem Konzept), dass du wirklich nicht auf Streit aus bist! Ich hoffe meine Metapher hilft ein wenig! ;)
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  • Kommentar von Robert Furrer, Sempach
    Endlich kommen die mühsamen fliegenden Rasenmäher weg. Hoffentlich. Das Hermes Modell ist ein ganz anderes Kaliber. Und von "schnellem Verpulvern" kann überhaupt keine Rede sein. Vielmehr wurden die Drohnen schon seit langem evaluiert. Möglich, dass jetzt einfach eine raschere Finanzierungsmöglichkeit etwas positiver gesehen wird. Jedenfalls ein höchst begrüssenswerter Entscheid.
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    1. Antwort von R.Käser, Zürich
      Wer sich mit Waffen voller fremder Technik schützen will, der verpulvert sein Geld für eine Scheinsicherheit. Wir sollten unser Steuergeld nicht für Scheinsicherheit verpulvern sondern für eine nachhaltige Sicherheit. Im weiteren sollte auch darauf geachtet werden, dass die Wertschöpfung und das know how in der Schweiz bleibt. Schließlich geht es um Arbeitsplätze und eine ernst zu nehmende Sicherheit. Es geht nicht um den sinnlosen verzerr von Budgets.
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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Es scheint, dass das Geld jetzt schnell im Ausland verpulvert werden muss. Für eine wirtschaftlich nachhaltige eigene Lösung reicht der politische Wille nicht. Eine eigene Lösung würde Arbeitsplätze sichern, wirtschaftliche Möglichkeiten eröffnen auch für zivile Nutzung und die Landes Sicherheit markant erhöhen weil wir Herr und Meister über die Technologien wären. Im weiteren gehören keine Ausländer in Führungspositionen der RUAG, weil es ein Sicherheits- Risiko ist.
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    1. Antwort von Robert Furrer, Sempach
      Wenn eine eigene Lösung bedeutet, "das Rad nochmals erfinden" zu wollen/müssen, dann bekommen wir wieder eine teure untaugliche Lösung, für die das VBS leider auch schon Beispiele geliefert hat. Und wenn die USA sich aus Geheimhaltungsgründen nicht an der ursprünglichen Ausschreibung beteiligen wollten, so ist halt ein Produkt aus Israel noch bald einmal das beste, das erhältlich ist. Zudem besteht meines Wissens auf diesem Gebiet eh schon eine langjährige Zusammenarbeit der beiden Länder.
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