Verbände wollen Whistleblowern helfen

Wer Unregelmässigkeiten in seiner Firma öffentlich macht, muss weiterhin die Kündigung befürchten. Nun ergreifen zwei kaufmännische Verbände die Initiative und bauen eine Beratungsstelle für Whistleblower auf.

Mitarbeiter im Grossraumbüro.

Bildlegende: Die Verbände wollen mögliche Whistleblower gratis beraten. Im Bild: Mitarbeiter im Grossraumbüro. Keystone

Eben erst hat der Ständerat beschlossen, den Kündigungsschutz für Whistleblower nicht auszubauen. Nun ergreifen zwei Verbände eine private Initiative und führen eine Whistleblowing-Beratungsstelle ein. Es sind dies der Kaufmännische Verband Schweiz und veb.ch, der Verband für Rechnungslegung, Controlling und Rechnungswesen. Mitgliedern der beiden Verbände steht eine Hotline mit der Nummer 0800 190 190 gratis zur Verfügung.


Kein Kündigungsschutz für Whistleblower

5:45 min, aus Echo der Zeit vom 23.09.2014

Laut den Verbänden dürfte die Whistleblowing-Vorlage, die momentan im Parlament diskutiert wird, derart komplex werden, dass sie für nicht-Juristen kaum verständlich sein dürfte. Wichtig sei das Beratungsangebot auch wegen der aktuell unsicheren Rechtslage.

Die Experten der Verbände unterstützen die Mitglieder dabei, vor einem Gang an die Öffentlichkeit die Risiken abzuwägen, die ein solcher Schritt mit sich bringt. Rechtsanwälte geben Auskunft über die aktuell gültige Rechtslage und die damit verbundenen Fallstricke.