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Verkehrslage im Überblick Gotthard-Autobahn wieder offen

Das aktuelle Wetter hat erhebliche Auswirkungen auf den Schweizer Strassen- und Schienenverkehr. Die wichtigsten Sperrungen im Überblick.

Legende: Video Lawinen donnern ins Tal abspielen. Laufzeit 0:38 Minuten.
Vom 23.01.2018.

Gotthard. Die Gotthard-Autobahn A2 war bis vor 19 Uhr zwischen Erstfeld und Airolo gesperrt. Bei Gurtnellen war eine Schlammlawine niedergegangen und hatte ein Fahrzeug getroffen. Laut Lukas Eggimann vom Urner Amt für Forst und Jagd ist angesichts der Wetterprognosen nicht mit weiteren Murgängen zu rechnen. «Es hat aber noch loses Material, dass wir im Auge behalten müssen. Wir sind auch daran diese Lücke jetzt mit Sofortmassnahmen zu sichern.» Mittlerweile ist die Strecke wieder befahrbar.

Legende: Bei Gurtnellen ist die A2 verschüttet. SRF

Zermatt (VS). Die Strasse und die Bahnlinie sind von Täsch nach Zermatt wegen der Lawinengefahr gesperrt, wie es auf der Website von Zermatt Tourismus heisst. Zwischen Täsch und Zermatt bleibt der Bahnverkehr bis Mittwochnachmittag gesperrt. Auf der Bahnstrecke Visp-Täsch verkehrt bis Mittwochabend Bahnersatz-Busse. Zermatt bleibt bis dahin von der Aussenwelt abgeschnitten. Laut Angaben der Website können seit Dienstag Vormittag Personen aus Zermatt einen Helikopter-Shuttle benutzen.

Bruno Jelk, Lawinenverantwortlicher des Mattertals, sagte SRF, am Dienstagnachmittag würden rund 50 Lawinen mit Sprengungen ausgelöst. Erst danach könne entschieden werden, ob man mit dem Aufräumen beginnen kann.

Andermatt (UR) war aufgrund der Lawinengefahr weder mit dem Zug noch mit dem Auto erreichbar. Die Strasse zwischen Niederwald und Oberwald im Goms bleibt bis Mittwochmorgen gesperrt. Die Regionalzüge fallen zwischen Niederwald (VS) und Hospental aus. Auf der Strecke Niederwald – Hospental ist keine Ersatzbeförderung möglich.

Simmental (BE). Bei Weissenburg hat ein Murgang Strasse und Schienen verschüttet. Der Strassenverkehr wird umgeleitet, die Bahnstrecke ist unterbrochen. Es verkehren Ersatzbusse.

Kandersteg (BE). Wieder geöffnet werden konnte der Autoverlad am Lötschberg. Die Autozüge verkehrten laut Mitteilung der BLS im Stundentakt. Der Regionalverkehr auf der BLS-Südrampe zwischen Kandersteg und Brig ist unterbrochen. Bahnreisende müssen über Spiez durch den Basistunnel fahren.

Solothurn (SO). Auf der BLS-Strecke Solothurn–Moutier ist in der Nacht auf Dienstag durch einen Erdrutsch ein Zug entgleist. Zwischen Lommiswil und Oberdorf verkehren deshalb keine Züge mehr. Laut der Kantonspolizei dürfte die Bergung des Zuges aufwendig werden.

Saastal (VS). Die Strasse zwischen Visp und Stalden ist schneebedeckt aber in beiden Richtungen offen. Am Dienstag bleiben die Bahnanlagen und Pisten in Saas-Fee aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Leukerbad (VS). Die Zufahrtsstrassen nach Leukerbad sind offen ab Mittwoch 10 Uhr. Markus Rieder von der Kantonspolizei Wallis sagte gegenüber SRF, dass viele der gesperrten Strassen im Verlauf des Tages wieder befahrbar sein werden.

Simplon (VS). Die Fahrt über den Simplonpass ist wieder möglich.

Engadin (GR). Laut dem TCS sind im Engadin die Strassen zwischen Brail und Zernez offen und schneebedeckt. Doch zwischen Martina und Pfunds bleibt sie in beiden Richtungen gesperrt, wegen starken Schneefall. Auch der Lukmanier- und der Ofen-Pass sowie zahlreiche Kantonsstrassen sind nicht befahrbar.

Samnaun (GR). Die Bündner Strassen nach Samnaun sind schneebedeckt – zwischen Spissermühle und Samnaun in beiden Richtungen. Doch die Kantonsstrasse zwischen Spissermühle und Vinadi ist gesperrt.

Die aktuelle Verkehrssituation im Überblick

12 Kommentare

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  • Kommentar von jean-claude albert heusser (jeani)
    Wenn ich als Bewohner des Urnerlandes gewisse Kommentare lese, muss ich mich schon fragen wie gross die Leute eine Ahnung der Verhältnisse in den Bergen haben? Die Meisten gleich Null! Ein Grosses Dankeschön all den Helfern für ihren tollen Räumungseinsatz!
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  • Kommentar von Rolf Bolliger (rolf.bolliger@quickline.ch)
    Aus den Anklickungen (Zustimmungen/Ablehnungen) in den bisherigen 6 Kommentaren, scheinen nicht nur Rentner und Pensionierte das Forum zu lesen. Offenbar spielen bei sehr vielen User die wirtschaftlichen Schäden, (Wartezeiten vor gesperrten Autobahnen, usw.) keine Rolle, im Gegenteil: Ich spüre daraus einerseits Schadenfreude gegenüber dem mobilen Strassenverkehr und anderseits manifestieren sie damit ihre Ideologie, dass die angebrochene "Klimaveränderung" zum "Weltuntergang" führen werde!
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    1. Antwort von Philipp Kästli (Philipp Kästli)
      Kein vernünftiger Mensch freut sich über die Wetterschäden (und ich sehe hier auch keine entsprechend unvernünftigen). Genau aus diesem Grund sollte man es dringend unterlassen, die Zusammensetzung der Atmosphäre und damit das Klima weiter fahrlässig zu verändern - die Folgen fürs Wetter sind schlicht nicht abschliessend kalkulierbar.
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  • Kommentar von Achim Frill (Afri)
    Das sind alles völlig normale Vorgänge in den Bergen, wenn es viel regnet und schneit. Es werden nur deshalb Katastrophen daraus, weil der Mensch mit seinen Häusern und Strassen immer weiter in die Berge vordringt. Mit Klimawandel hat das übrigens herzlich wenig zu tun , ich sags nur prophylaktisch, falls es irgendjemand nicht lassen kann, in diesem Forum wieder mit diesem kalten Kaffee anzufangen.
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