Verkehrswachstum bringt Strasse und Schiene an die Grenzen

Mit dem Wachstum von Wirtschaft und Bevölkerung wird auch der Verkehr in der Schweiz in den nächsten Jahren stark zunehmen. Dies geht aus den Verkehrsperspektiven für das Jahr 2040 des Bundesamtes für Raumentwicklung (ARE) hervor.

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Auf den Schweizer Strassen wird es eng

1:35 min, aus Tagesschau vom 30.8.2016

Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) hat am Dienstag zusammen mit Vertretern des Bundesamtes für Strassen (Astra) und des Bundesamtes für Verkehr (BAV) die Verkehrsperspektiven für die Schweiz bis ins Jahr 2040 vorgestellt. Der Bericht dient dem Bund als Planungsgrundlage für künftige Ausbauprogramme.

Demnach wird das Verkehrsaufkommen in der Schweiz in den nächsten 25 Jahren massiv zunehmen. Insbesondere die öffentlichen Verkehrsmittel werden in Zukunft massiv mehr genutzt werden. In der Liste sehen Sie die wichtigsten Entwicklungen.

    • Auf einer Autobahn bildet sich ein Stau.

      Bildlegende: Keystone

      Die Verkehrsleistung wächst weiter

      Der Verkehr wächst insgesamt in den nächsten Jahrzehnten weiter, allerdings in geringeren Raten im Vergleich zu den letzten 20 Jahren. Der gesamte Personenverkehr wächst zwischen 2010 und 2040 um 25 Prozent auf 145 Milliarden Personenkilometer.

    • Pendler am Bahnhof Bern.

      Bildlegende: Keystone

      Hohe Auslastung von Strasse und Schiene

      Eine hohe Auslastung des ÖV wird auch in Zukunft erwartet, vor allem während Spitzenzeiten des Pendlerverkehrs in und zwischen den Ballungsräumen. Im Mittelland und auf Abschnitten im Grossraum Zürich wird eine Verdoppelung der Nachfrage bis 2040 erwartet. Hier sieht das Bundesamt für Raumentwicklung Handlungsbedarf. Im öffentlichen Verkehr werden im Jahr 2040 insgesamt 51 Prozent mehr Personenkilometer gefahren. Der individualisierte Motorverkehr wird lediglich um 18 Prozent zunehmen, bleibt aber das wichtigste Verkehrsmittel.

    • Ein Auto fährt auf einer Landstrasse.

      Bildlegende: Keystone

      Verkehr verlagert sich

      Einschränkungen in der Nutzung von Hochleistungs- und Hauptverkehrsstrassen fördern den Ausweichverkehr. So wird mit Verlagerungen des motorisierten Verkehrs auf lokale und regionale Strassen gerechnet. Dies wird als Vorteil für den ÖV angesehen.

    • Güzerzug fährt in einen Tunnel.

      Bildlegende: Keystone

      Andere Waren im Güterverkehr

      Auch die Umsetzung der Energiestrategie 2050 hat Einfluss auf den Verkehr. Werden heute noch Energieträger wie fossile Treibstoffe und Heizöl auf der Schiene transportiert, kommt diesen Transporten in Zukunft nur noch eine marginale Bedeutung zu. Der Gütertransport auf der Schiene wächst indes stärker als derjenige auf der Strasse.