Vermisste 11-Jährige wohlauf

Das in Unterägeri (ZG) vermisste 11-jährige Mädchen ist wohlbehalten aufgefunden worden. Nach ersten Erkenntnissen hat es sich in einer Wohnung in Unterägeri versteckt. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

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Vermisstes Mädchen wieder aufgetaucht

0:56 min, aus 10vor10 vom 1.4.2014

Aufatmen in Unterägeri: Kurz nach 18 Uhr hat die Polizei das vermisste Mädchen gefunden. Die 11-Jährige sei wohlauf, teilte die Polizei mit. Nach ersten Erkenntnissen hatte sie sich in einer Wohnung an der Zugerbergstrasse in Unterägeri versteckt.

Der Bewohner der Wohnung habe das Mädchen am Abend bei seiner Heimkehr vorgefunden und umgehend die Polizei informiert, sagte Marcel Schlatter, Mediensprecher der Zuger Strafverfolgungsbehörden.

Was das Mädchen in der Wohnung gemacht habe und wie es dort hineingekommen ist, sei im Moment noch unklar.

In welchem Verhältnis das Mädchen zu diesem Mann steht, wird gemäss Schlatter derzeit noch abgeklärt. Beide seien am Dienstagabend zur Befragung auf den Posten gebracht worden. Klar sei allerdings, dass der Fundort nahe beim Wohnort des Mädchens liege.

Grossaufgebot suchte nach dem Kind

Das Mädchen hatte laut Polizeiangaben am Montagmorgen um etwa 8 Uhr sein Internat an der Zugerstrasse in Unterägeri verlassen, um in die Schule zu gehen. Wenige Minuten später wurde es allerdings an der Zugerbergstrasse gesehen, die weitab vom Schulweg liegt. Gemäss Polizei erfolgte die Vermisstmeldung etwa fünf Stunden später.

Ein Grossaufgebot von Armee, Zivilschutz und Polizei beteiligte sich an der Suche. Polizeiteams durchsuchten Wege, Waldhütten und dergleichen mit einem Hund.

Polizei und Armee fahndeten im Ägerital mit Helikoptern nach dem Kind. Zivilschutzangehörige durchkämmten Unterägeri und die angrenzenden Waldstücke. Die Vermisste wurde zudem im nationalen und internationalen Fahndungssystem ISIS ausgeschrieben.

Auf die Frage, wer die Kosten für die Suchaktion übernehmen müsse, sagte Schlatter: «Wir sind grundsätzlich froh, dass das Mädchen gefunden wurde. Die Frage nach der Kostenübernahme stellt sich heute Abend nicht.»