Zum Inhalt springen

Header

Inhalt

Vernehmlassung Bundesrat will höhere Steuerabzüge für Krankenkassenprämien

  • Ehepaare sollen neu bis zu 6000 Franken statt wie bisher 3500 Franken für die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung von der direkten Bundessteuer abziehen können.
  • Für alle anderen Personen soll der Betrag von 1700 Franken auf 3000 Franken steigen.
  • Der Bundesrat hat zu seinem Vorschlag am Freitag die Vernehmlassung dazu eröffnet.
Video
Aus dem Archiv: Steigende Prämien belasten Haushaltsbudget
Aus Tagesschau vom 22.09.2020.
abspielen

Pro Kind soll die Abzugslimite demnach von 700 Franken auf 1200 Franken steigen. Gleichzeitig schlägt der Bundesrat vor, dass Prämien für private Krankenversicherungen und Lebensversicherungen sowie die Zinsen auf Sparkapitalien künftig nicht mehr von den Steuern abgezogen werden können.

Die Neuregelung soll auch für die kantonalen Steuern gelten, wie es in der Mitteilung des Bundesrats heisst. Die Kantone sollen jedoch wie bis anhin die Höhe der Abzüge selber festlegen können.

Anstieg der Krankenkassenprämien

In den vergangenen Jahren seien in der ganzen Schweiz die Prämien für die Krankenpflegeversicherung stark angestiegen, schreibt der Bundesrat im erläuternden Bericht zur Vernehmlassung. Die Steuerabzüge seien hingegen nur im Rahmen der allgemeinen Teuerung angepasst worden. «Durch eine Erhöhung des Abzugs bei der direkten Bundessteuer soll der Belastung durch die Prämien für die Krankenversicherung stärker Rechnung getragen werden», heisst es.

Die Änderungen führen laut Bundesrat zu Mindereinnahmen bei der Bundessteuer von rund 290 Millionen Franken pro Jahr. Davon würden rund 230 Millionen Franken auf den Bund und rund 60 Millionen Franken auf die Kantone entfallen.

Vorstoss des Parlaments als Ursprung

Mit der Änderung setzt der Bundesrat eine Motion von SVP-Nationalrat Jean-Pierre Grin (VD) um, die das Parlament 2019 an den Bundesrat überwiesen hat.

Der Vorschlag des Bundesrats weicht leicht vom Motions-Text ab. Der Vorstoss sah einen Abzug für Ehepaare von 6100 Franken vor, 100 Franken mehr als der Bundesrat. Mit der Kürzung solle verhindert werden, dass der Abzug für Ehepaare doppelt so hoch sei wie für die übrigen Steuerpflichtigen, heisst es im erläuternden Bericht.

Ausserdem werden die Steuerabzüge für Personen, die keine Beiträge an die AHV und die berufliche Vorsorge (2. Säule) sowie die Säule 3a leisten, gestrichen. Die Vernehmlassung dauert bis am 8. Oktober.

SRF 4 News, 11.6.2021, 11 Uhr;

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.
Schliessen

Jederzeit top informiert!

Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

46 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Andreas Pfister  (apfi)
    Pflästerlipolitik. Geht nicht das Grundübel an. Das Problem ist, dass sich alle Parteien im Gesundheitsmarkt bis zur Sittenwidrigkeit bereichern. Das fängt bei den Ärzten an, geht über Krankenkassen und hört bei Software-Dienstleistern nicht auf.
    Ursache ist, dass der Prämienzahler als einizger Part in diesem System keine Lobby mehr hat in Bern. Überhaupt gar niemand hat ein Interesse daran, dass die Preise sinken, auser dem Prämienzahler. Die Politik hat hier auf ganzer Linie versagt.
  • Kommentar von Alex Schneider  (Alex Schneider)
    Das entlastet halt vor allem die oberen Einkommen.
  • Kommentar von Theresia Wenk  (Thery)
    @Thomas Leu: Ich habe nicht vom Stundenlohn geredet. Ist mir schon klar, das die Angstellten und auch Miete, Infrastruktur bezahlt werden muss. Doch rechnen Sie hoch: Sagen wir mal 8 Untersuchungen im Tag. Mit 2000.- Fr ohne Biopsie ( Fr. 500.- gibt im Tag 16’00O- x 20 Tage/ Monat = gibt 320‘OO im Monat. Und das soll gerechtfertigt sein? Eine MPS verdient in KT Zürich so 5000- 5500 Fr. Warum ist der HA so schlecht bezahlt! Immer mehr bilden sich zu Spezialärzten aus, weil halt gute Kohle winkt
    1. Antwort von Thomas Leu  (tleu)
      @ Theresia Wenk: Hausärzte sind nicht schlecht bezahlt. Sie gehören zu den am besten verdienenden Jobs, wenn Sie nicht gerade mit Spezialärzten und Top-Wirtschaftsanwälten vergleichen. Dass die Medizin sehr teuer ist, ist bekannt. Wir erhalten dafür auch eines der besten Gesundheitssystem der Welt. Dass so etwas nicht gratis zu haben ist, leuchtet ein. Ob in Ihrem Fall zu viel bezahlt wurde, kann ich nicht beurteilen. Ich weiss aber, dass Krankenkassen auffälligen Rechnungen auf den Grund gehen.