Zum Inhalt springen

Header

Audio
Nicht alle Mediziner stehen hinter Bersets Verschärfungen
Aus HeuteMorgen vom 14.01.2021.
abspielen. Laufzeit 01:31 Minuten.
Inhalt

Verschärfte Massnahmen Mit dem Shutdown droht die soziale Isolation

Zwar stehen die meisten medizinischen Fachleute hinter den Verschärfungen – es gibt aber auch Bedenken.

Dass der Bundesrat nun die Läden schliessen lässt und eine Homeoffice-Pflicht einführt, kommt bei den meisten medizinischen Fachleuten gut an. Stellvertretend sagt Christoph Berger, Präsident der Eidgenössischen Impfkommission, er begrüsse die Verschärfungen.

«Diese Massnahmen erlauben es, die Kontakte zu reduzieren und damit die Fallzahlen zu senken. Es ist genau das, was wir jetzt brauchen», so Berger.

Berger engagiert sich für die nationale Impfkampagne gegen das Coronavirus. Er sagt, dass die Impfung auch schneller ihre Wirkung entfalten könne, wenn die Fallzahlen tief seien, deshalb gingen die Massnahmen in die richtige Richtung.

Furcht vor sozialer Isolation

Es gibt aber auch Fachleute, die die Verschärfungen kritisieren. Darunter ist auch eine Reihe von Ärzten. Zu ihnen gehört Josef Widler, Präsident der Ärztegesellschaft des Kantons Zürich. Er befürchtet, dass die Verschärfungen mehr schaden als nützen könnten.

Er spricht von «Nebenwirkungen», welche schärfere Massnahmen haben könnten. «Sei dies für alte Menschen oder für Menschen, die im sozialen Gefüge zuunterst sind.» So würden viele Menschen in den kommenden Wochen erneut unter sozialer Isolation leiden, glaubt Widler.

Das Beispiel zeigt: Auch die medizinischen Fachleute stehen nicht geschlossen hinter den Verschärfungen, die der Bundesrat beschlossen hat. Die Mehrheit jedoch wird den Entscheid begrüssen.

Das hat der Bundesrat am 13. Januar kommuniziert Öffentliche VeranstaltungenMassnahmenverlängerungKulturbetriebeFreizeiteinrichtungenRestaurantsSportanlagenBleiben geschlossen:Maskenpflicht am Arbeitsplatz bei mehr als einer Person im gleichen RaumTreffen im öffentlichen Raum mit max. 5 PersonenMassnahmenverschärfung ab 18. JanuarHomeoffice-Pflicht wo möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbarLäden mit Waren des nicht-täglichen Bedarfs werden geschlossenErhöhter Schutz besonders gefährdeter Personen(Recht auf Homeoffice, gleichwertigenSchutz oder Beurlaubung)Private Treffen mit max. 5 Personen (inkl. Kinder) Empfehlung: aus max. 2 HaushaltenQuelle: Bundesrat, 13.01.21
Weiterhin giltVerbot Veranstaltungen > 100 PersonenEinführung Schengen-GrenzkontrollenEinreise aus Italien mit Ausnahmen verboten10 Mrd. Fr. Soforthilfe Kein Unterricht an SchulenMax. 50 Personen in Restaurants, Bars, Diskotheken Quelle: Bundesrat, 13.01.21Empfehlung: zu Hause bleibenFernunterricht an HochschulenVerbot von VeranstaltungenGeschlossen:Discos und TanzlokaleMaximal 5 Personen bei Sport und KulturAusnahmen für unter 16-Jährige (Sport/Kultur)!Ausgedehnte MaskenpflichtRegeln für SkigebieteGemeinsamer Gesang nur in Familie und Schule

HeuteMorgen, 14.1.2021, 06.00 Uhr

Jederzeit top informiert!
Erhalten Sie alle News-Highlights direkt per Browser-Push und bleiben Sie immer auf dem Laufenden.

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

106 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Michael Mauerhofer  (mmhofer)
    Während wir uns hier langsam der Auswirkungen der Lockdown-Politik im eigenen Land bewusst werden, ist das schockierende Covid-Massnahmen-Elend weltweit immer noch kaum Thema.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Barbara Giordano  (Barby)
    Das Beispiel zeigt: Auch die medizinischen Fachleute stehen nicht geschlossen hinter den Verschärfungen, die der Bundesrat beschlossen hat. Die Mehrheit jedoch wird den Entscheid begrüssen... wer interessant zu wissen wie gross diese Mehrheit ist... Dr.Josef Widler hat auch eine andere Meinung, ist er vielleicht näher beim täglichen Geschehen?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
    1. Antwort von Michel Koller  (Mica)
      Näher am Geschehen zu sein bedeutet eben nicht automatisch, dass man das Problem besser einschätzen kann. Gerade bei sehr komplexen Situationen ist der Blick von etwas weiter weg oftmals detaillierter. Schlussendlich werden dem BR dutzende Einschätzungen unterschiedlichster Spezialisten und jede Mengen Zahlen/Statistiken vorgelegt und er muss dann eine Entscheidung treffen. Allein der Taskforce gehören 70 Leute an und die sind sich offenkundig auch selten einig.
      Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Alexandre Costa Balmas  (sum id quod sum)
    Wenn die schweize Bevölkerung in der Vergangenheit einen Waffen-Krieg oder eine Ditaktur erlebt hätte, wären die Menschen hierzulande gehorsam und es würde ihnen allen sehr leicht fallen, die Regel heute einzuhalten. Aber nein, die Bevölkerung respektiert nichts, akzeptiert nichts, damit sie Geld einkassieren.
    Die Habgier ist der Abgrund der Menschheit.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen