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Schweiz Vertreter der Verdingkinder verlassen den Runden Tisch

Der Verein netzwerk-verdingt verlässt per sofort den Runden Tisch zum Thema fürsorgerische Zwangsmassnahmen. Als Grund nennt der Verein «die Fehlbesetzung in der Person des Delegierten des Bundesrates».

Luzius Mader spricht mit Sommaruga
Legende: Der Verein spart nicht mit Kritik am Delegierten des Bundes, Luzius Mader (rechts neben Bundesrätin Sommaruga). Keystone

Vertreter von Geschädigten wollen nicht mehr länger bei der Aufarbeitung von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen in der Schweiz mitwirken. Der Verein netzwerk-verdingt verlässt per sofort den Runden Tisch zum Thema.

An diesem arbeiten seit gut einem Jahr Betroffene, der Bund, Kantone, Gemeinden und auch die Kirche mit. Laut Mitteilung kommt es zum Rückzug, weil der Verein unzufrieden ist mit dem Delegierten des Bundesrates, Luzius Mader.

Der Verein nennt den stellvertretenden Direktor des Bundesamts für Justiz einen «Verwaltungs- und Machtmenschen» mit «engem Denkkonzept». «Sein Wirken seit Ende Oktober stand stets klar auf der Seite der Täter und nicht der Opfer, trotz gegenteiligen Beteuerungen.»

Sein Wirken stand stets klar auf der Seite der Täter und nicht der Opfer.
Verein netzwerk-verdingt

Schon bei der Lancierung des Runden Tischs haderte der Verein mit einer Teilnahme. Die Organisation störte sich damals insbesondere an der Beteiligung der katholischen Kirche, die in ihren Augen nicht bereit sei, die Geschichte aufzuarbeiten. Zudem befürchtete sie, dass die Stimme der Betroffenen zu wenig Gewicht erhalten würde.

Erst die Teilnahme von Bundesrätin Simonetta Sommaruga an der ersten Sitzung des Runden Tisches stimmte den Verein um.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Marlies Artho, Schmerikon
    Vielleicht ist es am besten wenn jetzt diejenigen, die damals betroffen waren und noch Leben, sich gegenseitig unterstützen, sei es mit Zeit und Freundschaft, oder mit Geld wenn man so arm dran ist, also Solidarität unter diesen betroffenen Menschen zeigen. Da ja diejenigen welche ihnen Schaden zu fügten, vielleicht gar nicht mehr leben, Wäre einfach ein Vorschlag.
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    1. Antwort von Albert Planta, Chur
      Es wäre schäbig, wenn ein so wohlhabendes Land wie die Schweiz mit den Geschädigten knauserig wären.
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  • Kommentar von Andreas Jost, Bärschwil
    Dass Hr Mader mit der Ansicht die Täter zu unterstützen handelt, möchte ich diesem nicht unterstellen. Genauso halte ich es aktuell immer noch für wahrscheinlich, dass Hr Mader tatsächlich das Beste für die Betroffenen erreichen möchte. Die Problematik jedoch sehe ich, dass eben Hr Mader wie ein Feldherr glaubt darüber entscheiden zu können, was das Beste für uns ist. Und dass sein Handeln in diesem Sinn, jenes eines Herrn Zwahlen absolut nachvollziehbar macht. Denn so einiges läuft tats falsch.
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  • Kommentar von rené studer, zürich, thailand
    Der Massenartikel "einfaches Volk" ist für diese nichts lebenswertes, Sklaven eben die man benutzen kann wies gefällt. Die Lüge ist ihre Macht,Wahrheit der Feind. Die frühsten Herrscher waren kaum gekannt, die späteren wurden verehrt, die noch späteren gefürchtet, die letzten verachtet! Wird Gesetzmässigkeit verlassen, werden Gesetze verengt. Gesetze schaffen gesetzliche Vorgänge. Gesetzliche Vorgänge führen zum zerfall. Die frühsten Herrscher waren Gesetzmässigkeiten, das Volk fühlte sich frei!
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