Viele tödliche Schwimmunfälle wegen Hitzewelle

Bereits jetzt sind in diesem Jahr fast so viele Menschen beim Schwimmen ums Leben gekommen, wie im gesamten letzten Jahr. Laut der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft würden sich aber die meisten Unfälle verhindern lassen.

Rettungsring im Wasser

Bildlegende: In diesem Jahr kam bereits für 26 Schwimmer jede Hilfe zu spät. Keystone

Das sonnige Wetter hat auch Schattenseiten: Bis Mitte Juli sind in der Schweiz bereits 26 Menschen ertrunken, nur jemand weniger als im gesamten letzten Jahr. Da sehr viele Ausländer darunter sind, sollen die Baderegeln nun in weitere Sprachen übersetzt werden.

Sollte sich nichts ändern, könnten die Zahlen die Niveaus von früheren Jahren erreichen. 2013, als der Sommer ebenfalls sonnig und warm war, ertranken insgesamt 52 Menschen. Im Jahr 2012 mit durchzogenem Sommer waren es 44 Ertrunkene.

Mehr Badewillige produzieren mehr Unfälle

«Das schöne Wetter hat einen Einfluss», sagt Philipp Binaghi, Mediensprecher der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft. Wenn mehr Menschen baden gingen, sei es schlicht wahrscheinlicher, dass es zu einem Unglück komme.

Zudem seien sich viele Menschen der Risiken zu wenig bewusst. «Die meisten Unfälle liessen sich verhindern, wenn die sechs Baderegeln beachtet würden», sagt Binaghi.

Die sechs Baderegeln

1.
Kinder nur begleitet ans Wasser lassen – kleine Kinder in Griffnähe beaufsichtigen!
2.
Nie alkoholisiert oder unter Drogen ins Wasser! Nie mit vollem oder ganz leerem Magen schwimmen.
3.
Nie überhitzt ins Wasser springen! Der Körper braucht Anpassungszeit.
4.
Nicht in trübe oder unbekannte Gewässer springen! Unbekanntes kann Gefahren bergen.
5.
Luftmatratzen und Schwimmhilfen gehören nicht ins tiefe Wasser! Sie bieten keine Sicherheit.
6.
Lange Strecken nie alleine schwimmen! Auch der besttrainierte Körper kann eine Schwäche erleiden.