Vier Männer stürzen in den Bergen in den Tod

Das Sommerwetter hat auch seine Schattenseiten: Am Wochenende stürzten vier Freizeitsportler in den Bergen ab. Die tragischen Unglücke mit tödlichem Ausgang passierten beim Wandern, Gleitschirmfliegen und Speedflying.

Ein Berg im Schatten. An der Spitze steht ein grosses Kreuz.

Bildlegende: Vier tragische Unglücke in den Bergen an einem Wochenende. Keystone/ Symbolbild

Am Sonntagmorgen stürzte in der Region Spitzhorn bei Stechelberg im Berner Oberland ein junger Speedflyer ab. Der Notarzt der Air-Glaciers konnte laut dem Communiqué der Berner Kantonspolizei an der Unglücksstelle nur noch den Tod des 24-jährigen Mannes aus der Region feststellen.

Gemäss aktuellem Kenntnisstand war der junge Mann mit einem Kollegen von Stechelberg zum Tanzbödeli aufgestiegen, um von dort aus wieder nach Stechelberg zurückzufliegen. In der Startphase auf dem Tanzbödeli stürzte er aus noch ungeklärten Gründen mehrere Hundert Meter in felsiges Gelände ab.

Zwei Unfälle in Schwyzer Bergen

Gleich zwei tödliche Unfälle geschahen am Samstag in den Schwyzer Bergen. Am Kleinen Mythen stürzte ein Berggänger zu Tode, der sich auf einer Wanderung verstiegen hatte. In Innerthal verunglückte der Passagier eines Tandem-Gleitschirmfluges.

Der 61-jährige Gleitschirmpilot und sein gleichaltriger Passagier waren im Gebiet des Fluebrig am Samstagnachmittag kurz nach dem Start aus unbekannten Gründen in Schwierigkeiten geraten, wie die Schwyzer Kantonspolizei meldete.

Das Tandem prallte gegen eine Felswand. Der Passagier erlitt dabei tödliche Verletzungen und starb noch am Unfallort. Der Pilot wurde mit schweren Fuss- und Armverletzungen in eine Spezialklinik geflogen.

Der zweite tödliche Unfall ereignete sich am Kleinen Mythen. Zwei Männer im Alter von 27 und 28 Jahren verstiegen sich laut Polizei auf dem Abstieg in Richtung Zwüschet-Mythen. Aus noch nicht geklärten Gründen stürzte der Ältere über eine steile Felswand rund 150 Meter in die Tiefe und verletzte sich tödlich. Sein Begleiter schlug Alarm.

Ebenfalls tödlich endete am Samstag die Wanderung eines jungen Waadtländers an der Gummfluh bei Château-d'Oex im Kanton Waadt. Der 23-Jährige war mit einer Begleitperson unterwegs, als er in einem Hang ausrutschte und nach Angaben der Polizei 150 Meter in die Tiefe stürzte.