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Die neue App im Praxistest
Aus SRF News vom 26.06.2020.
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Vier Tage nach Lancierung Ein bescheidener Start für die SwissCovid-App?

  • Nur jeder zehnte Schweizer nutzt die am Donnerstag lancierte SwissCovid-App.
  • Man sei auf Kurs, sowohl die Nutzungszahlen als auch die Rückmeldungen seien erfreulich, sagen BAG und App-Entwickler. Bis alle Interessierten die App installiert haben, brauche es eine gewisse Zeit.
  • Beim BAG setzt man noch drei Wochen auf die Infokampagne, um auf die App aufmerksam zu machen.

Seit Donnerstag ist die SwissCovid-App für Mobiltelefone in den App-Stores verfügbar. Sie soll bei der Nachverfolgung von Coronafällen helfen.

Mittlerweile nutzen rund 855'000 Menschen in der Schweiz die App, innerhalb eines Tages sind 48'000 weitere aktive App-Nutzerinnen und -Nutzer hinzugekommen, am Sonntag waren es noch 60'000 mehr als am Vortag.

«Vielleicht noch nicht dazu gekommen»

Ein eher bescheidener Start? Nein, sagt Mathias Wellig, Mitentwickler der SwissCovid-App. Er ist mit dem Gesamtstart zufrieden. Die Nachfrage ziehe kontinuierlich an, was positiv sei. Über die Gründe, warum nicht schon mehr Schweizerinnen und Schweizer die App heruntergeladen haben, kann Wellig nur spekulieren: «Vielleicht müssen sie erst noch Updates installieren, wissen das Passwort des App-Stores gerade nicht. Oder sie sind einfach noch nicht dazu gekommen.»

So funktioniert die App

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Die App wacht im Hintergrund, ob ein Nutzer einem anderen Nutzer über längere Zeit so nahe kommt, dass eine Ansteckung möglich ist. Wird jemand positiv getestet, bekommt die Person einen Code, mit dem sie die anderen Nutzer informieren kann. Personen, die in der Nähe eines Infizierten waren, werden informiert.

Man habe sicher noch nicht alle Nutzer, die sich für die App interessieren. «Das braucht noch eine gewisse Zeit. Wenn wir in ein paar Wochen noch bei diesen Zahlen sind, wäre das vielleicht langsam besorgniserregend», so Wellig. Man möchte noch mehr Nutzer, «aber es war auch klar, dass wir nicht innerhalb weniger Tage 50 Prozent der Bevölkerung erreichen. Wären wir nur bei 100'000 Downloads, wären wir schon enttäuscht», sagt er. Wichtig für ein wirksames Contact Tracing sei aber vor allem die Verteilung der App-Nutzer. Und dass möglichst viele Menschen mitmachen.

Beurteilungen in App-Stores positiv

Beim BAG zeigt man sich ebenfalls zufrieden mit der Lancierung der SwissCovid-App. «Wir beobachten, dass sowohl die Downloads als auch die Anzahl aktiver Apps zunehmen – das ist erfreulich. Dies ist ein grosser Vertrauensbeweis der Bevölkerung in den dezentralen Ansatz des Systems», sagt Marco Stücheli vom BAG auf Anfrage von SRF News. Die Beurteilungen in den App-Stores seien grösstenteils sehr positiv. Auch erhalte man über die technische Hilfe nur wenige Fehlermeldungen zur Installation. Die schweizweite Kampagne zur Bewerbung der App sei angelaufen und wird noch drei weitere Wochen die Bevölkerung dazu aufrufen, die SwissCovid-App zu nutzen.

SRF 4 News, 26.06.2020, 18 Uhr

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120 Kommentare

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  • Kommentar von Verena Schär  (Nachdenklich)
    Also ich verstehe nicht viel von dieser Materie. Ich habe ein Samsung ohne Abo. Ich surfe damit zuhause über den Router WLAN oder in irgendeinem Geschäft WLAN. Bei mir habe ich alles ausgeschaltet. Wenn ich unterwegs bin wo es Leute hat schalte ich das Bluetooth ein. Ansonsten aus. Dann meldet mir SwissCowid, dass meine APP zurzeit nicht funktionieren kann. Schalte ich ein kommt "Bewegungen APP AKTIV ein. Ich schalte Bluetoot aus um die Batterie zu sparen.
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    1. Antwort von Timon Zielonka  (zukunft.com)
      Ich würde sagen: perfekt. Mehr braucht es gar nicht.
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  • Kommentar von Ashley Ayaydın  (Ashley Ayaydın)
    Ich nutze Sie und frage mich gleichzeitig, wozu es nützen sollte? Wenn man keine richtigen Daten zusammenstellen kann.Wenn die Leute falsche Adressen geben? wozu soll es gut sein? Im Moment ist es leider eine Selbsttäuschung.Wird auch so bleiben wenn man keine strengeren Maßnahmen dagegen unternimmt.
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    1. Antwort von Verena Schär  (Nachdenklich)
      Wer gibt falsche Adressen! Meinen sie in den Clubs? Das hat meiner Ansicht nach wenig mit der APP zu tun.
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  • Kommentar von Peter Markstaller  (Markstaller)
    Das Android-Betriebssystem verlangt, dass GPS eingeschaltet wird. Dadurch leert sich der Akku zu schnell. Ein Handy soll aber z.B. auch aus Sicherheitsgründen noch als Notruf-Telefon genutzt werden können, braucht dafür also Strom. Ein Handy mit leerem Akku nützt weder als Telefon noch als Covid-Warnung etwas. Daher entscheiden sich viele Nutzer, auf Android-Geräten GPS nicht ständig mitlaufen zu lassen. Offenbar gibt es andere BT-Verbindungen, die GPS nicht brauchen. Nachbessern ist angesagt.
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    1. Antwort von Joel Busch  (Joel)
      Das ist falsch, GPS wird von der App nicht verwendet, kann es nichtmal, sonst würde keim Zugriff auf die Google-API gestattet. Tatsächlich muss aber der Positionsdienst aktiv sein, weil das Sicherheitsmodell von Android richtig erkannt hat, dass mit Bluetoothscans eine Ortung der Nutzer prinzipiell möglich ist. Wenn der Entwickler die Möglichkeit hat an vielen Orten in der Welt Bluetoothbeacons unterzubringen kann er Nutzer tracken. Das wäre z.B. bei Supermarktketten oder der SBB denkbar.
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    2. Antwort von Joel Busch  (Joel)
      Wenn also ein Nutzer den Positionsservice ausschaltet geht Android davon aus dass er nicht getrackt werden will und schaltet konsequenterweise auch das Bluetoothscannen aus. Es gibt also nichts nachzubessern, das System funktioniert korrekt. Auf meinem Handy kann ich übrigens auch den Positionsservice anschalten, und den Modus auf Wifi/Bluetooth/Handynetzwerk schalten, sodass auch keine andere App plötzlich GPS zu nutzen beginnen kann. SwissCovid funktioniert unter dieser Einstellung.
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    3. Antwort von jakob kansy  (JakobvonAquin)
      Mein Problem bei Android und dem GPS ist nicht, dass die APP das GPS nicht nutzt, was ich nachvollziehen kann, sondern dass andere Anwendungen das GPS nutzen, was ich nocht will, sobald sich dies verändert hat werde ich die APP mit Freude installieren.
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