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Legende: Audio «Es ist dringend nötig, dass auch die Mitte den Kanton Schaffhausen im Ständerat vertritt», sagt Christian Amsler im Interview abspielen. Laufzeit 13:38 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 06.09.2019.
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Schaffhauser Ständeratswahl Christian Amsler: «Der Gegenwind wird von den Medien geschürt»

Christian Amsler ist in der Schaffhauser Regierung für die Bildungspolitik verantwortlich – er steht dem Erziehungsdepartement vor. Mit dieser Erfahrung im Gepäck zieht es ihn nun nach Bundesbern: Am 20. Oktober will er für die FDP einen Ständeratssitz erobern, oder besser gesagt: zurückerobern. Vor acht Jahren nämlich verlor die FDP ihren Schaffhauser Ständeratssitz an den parteilosen Thomas Minder. Jedoch dürfte Christian Amsler einen schweren Stand haben gegen die zwei amtierenden Kandidaten.

Christian Amsler

Christian Amsler

Regierungsrat (FDP)

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Der frühere Prorektor der Pädagogischen Hochschule amtet seit 2010 als Regierungsrat im Kanton Schaffhausen. Auch hier blieb Amsler, 55, dem Thema Bildung treu. Er betreut dieses Gebiet in der Regierung und präsidierte während mehreren Jahren die Erziehungsdirektorenkonferenz der Deutschschweiz.

Sie spüren derzeit viel Gegenwind. Stichwörter: Schulzahnklinik und Berufsbildungszentrum BBZ. Weshalb sehen Sie Ihre Wahlchancen dennoch intakt?

In einer Regierung ist man immer isoliert. Ich konnte auch grosse Erfolge erzielen. Gerade die BBZ-Affäre könnte man auch als Führungsstärke meinerseits auslegen. Das ist immer eine Sicht der Dinge. Dieser Gegenwind wird auch von den Medien geschürt. Solche Situationen sind nicht immer ganz einfach. Ich mache meine Arbeit sehr engagiert und mit viel Freude. Es wäre gut, wenn ich meine Erfahrung als bürgerliche Alternative in Bern einbringen könnte. Es ist dringend nötig, dass auch die Mitte den Kanton Schaffhausen im Ständerat vertritt. Das ist meine Mission.

In der FDP-Wahlkampfbroschüre steht, die FDP wolle keinen Klima-Nationalismus. Was heisst das?

Es ist dringend nötig, dass wir die grossen globalen Probleme gemeinsam angehen – Hand in Hand mit anderen Nationen. Und wir können uns einbringen bei internationalen Abkommen. Die FDP war nie dafür, dass wir Mauern um unser Land bauen, denn wir sind Teil des grossen Ganzen. Wir haben als hoch entwickeltes und hoch innovatives Land aber auch eine grosse Vorbildfunktion, die ich ernst nehmen möchte. Ich habe mich bei der Klimadebatte innerhalb der FDP auch eingebracht und ich war stolz, dass wir dieses Programm im Frühling verabschieden konnten.

SRF: Man stellt immer wieder fest, dass sich die meisten Kinder auch nach neun Jahren Schule immer noch nicht wirklich auf Französisch unterhalten können. Weshalb setzen Sie sich dennoch dafür ein, dass Kinder in der Primarschule eine zweite Fremdsprache lernen?

Christian Amsler: Sprachen sind wichtig und der Schlüssel zur Welt. Aber Sie haben schon auch Recht. Eine Sprache lernen in der Schule ist immer eine etwas künstliche Situation. Deshalb bin ich auch ein grosser Verfechter von Fremdsprach-Aufenthalten. Sie geben Einblicke in die Kultur und das Leben anderer Landesteile oder Länder. Um sich wirklich gut verständigen zu können, braucht es eben mehr als nur ein paar Lektionen.

Das Interview führte Roger Steinemann. Sie finden das ganze Gespräch im Audiofile.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Den "Wind aus dem Segel", nahm/nimmt sich Herr Amsler selber, mit seiner Haltung und seinen Äusserungen (ua im Bildungswesen)!
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Effektiv sollten sich die Herrschaften, welche sich im Bildungs-Un-Wesen der Mini-Schweiz "tummeln", endlich darauf besinnen, ein gesamtschweizerisches, logisches und Sinn machendes "Grund-Bildungssystem" zu erschaffen! Dieser seit vielen Jahren herrschende "Bildungs-Wirrwarr" (Kantönligeist-Systeme), schafft unnötige Verwirrung, Chaos und ist eine Zumutung, Belastung für die SteuerzahlerInnen! Lehrpersonen und Familien, welche umziehen, müssen sich an ein anderes "Bildungs-System" gewöhnen!
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg  (freier Schweizer)
    Diese Aussage ist so was von rechtstypisch: Der Gegenwind wird geschürt von.... Wie wäre es wenn auch die Rechten einfach mal hingingen und ihr Handeln und ihre Haltung hinterfragen und reflektieren? Wie die Kinder, ich habe alles gut gemacht und wenn etwas nicht stimmt dann sind alle anderen schuld. Und das sollen nun Vorbilder sein?
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