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Legende: Audio «Das Klima ist das wichtigste Thema seit langem»: Patrick Portmann (SP) im Interview. abspielen. Laufzeit 13:22 Minuten.
Aus Regionaljournal Zürich Schaffhausen vom 05.09.2019.
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Schaffhauser Ständeratswahl Patrick Portmann: «Es braucht eine Flugticketabgabe»

Patrick Portmann (SP) sieht sich als Alternative zu den drei anderen Ständeratskandidaten für den Kanton Schaffhausen: Der 30-jährige Pflegefachmann beschreibt sich als linken Aktivisten, der einen Generationenwechsel in der Politik bewirken will. Bei einer allfälligen Wahl würde sich der SP-Kantonsrat vor allem in den Bereichen Klima und Gesundheitswesen für einen Kurswechsel stark machen. Ein Erfolg bei den kommenden Ständeratswahlen ist indes unwahrscheinlich – seine Kontrahenten dürften zu stark sein.

Patrick Portmann

Patrick Portmann

Kantonsrat (SP)

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Mit seinen 30 Jahren ist Patrick Portmann der jüngste der Schaffhauser Ständeratskandidaten. Der Pflegefachmann und Musiker (Rapper «Sympaddyc») politisierte früher bei der CVP. Heute ist er SP-Vizepräsident der Stadt Schaffhausen und sitzt seit 2017 im Kantonsrat.

SRF: Patrick Portmann, laut Ihren Aussagen ist das Klima das wichtigste Thema der nächsten Jahrzehnte. Wofür würden Sie sich als Ständerat in der Klimadebatte konkret einsetzen?

Patrick Portmann: Für mich ist die Klimadebatte grundsätzlich etwas vom Wichtigsten überhaupt. Das Klima ist wohl das wichtigste Thema seit langem. Einerseits bin ich für eine Flugticketabgabe. Ausserdem bräuchte es Inlandverbote von Flügen. Als dritter Punkt muss der öffentliche Verkehr mit neuen Ideen und Konzepten forciert werden. Es darf nicht sein, dass der ÖV an Marktanteilen verliert. Auch in den Agglomerationen braucht es neue Ideen und Konzepte, um den öffentlichen Verkehr zu stärken.

Sie waren bis vor sechs Jahren Mitglied bei der CVP. Ist daraus zu schliessen, dass Sie eher zum rechten Flügel der SP gehören?

Nein, ich bin heute pointiert links anzutreffen und würde mich auch eher am linken SP-Flügel verorten. Trotzdem könnte ich den bürgerlichen Kanton Schaffhausen in Bern problemlos vertreten. Ich bin ein Mensch, der keine Scheuklappen hat. Meiner Meinung nach ist das wichtig, wenn man für den Ständerat kandidiert: Man muss offen sein für andere Meinungen, Anliegen und Positionen. Trotzdem muss man pointiert sein, aber ohne Scheuklappen zu tragen. Genau das zeichnet mich als Person aus.

Als Pflegefachmann bezeichnen Sie die Gesundheit als eines ihrer Schwerpunktthemen. Seit Jahren steigen die Krankenkassenprämien an. Wie wollen Sie das in den Griff bekommen?

Es braucht eine konsequente politische Umsetzung von gewissen Massnahmen. Wir müssen über Bürokratie sprechen: Es gibt heute immer mehr Aufwendungen zuhanden der Krankenkassen, immer weniger Geld kommt beim Patienten an. Bei jeglicher medizinischen Leistung muss man belegen, was wie und weshalb gemacht wurde. Das kostet extrem viel Zeit. Hat ein Patient einen 15minütigen Termin beim Arzt, geht es nur acht Minuten ums Medizinische. Der Rest ist Bürokratieaufwand. Auch in der Pflege müssen wir extrem viel zuhanden der Krankenkasse dokumentieren. Die Lösung sehe ich darin, dass Betreuung, Pflege und Ärzte mehr Kompetenzen erhalten und weniger Leistungen gegenüber der Krankenkasse belegen müssen.

Das Interview führte Nadine Markwalder. Sie finden das ganze Gespräch im Audiofile.

Die Ansichten von Patrick Portmann bei Smartvote.
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7 Kommentare

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  • Kommentar von Jo Meyer  (JoMey)
    Genau es braucht eine,
    Flugticketabgabe
    WC Papier Steuer
    Download Abgabe
    Verpackungsmaterial Steuer
    Waldbenutzungs Steuer
    Energie Abgabe
    Co2 steuer
    Kohlenmonoxid Abgabe
    Usw usw
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  • Kommentar von B. Bucher  (BBu)
    Umweltschutz ist überlebenswichtig, aber dieser grüne Hype (mit der heiligen Greta an der Spitze) ist doch langsam nur noch peinlich.

    Den einzigen Effekt, den eine Flugticketabgabe haben würde, ist, dass die Schere zwischen arm und reich noch weiter aufginge.
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  • Kommentar von Ueli Lang  (Wochenaufenthalter)
    Eine derartige Begründung für einen Parteiwechsel finde ich ein wenig problematisch. Persönliche, politische Standpunkte wechselt man nicht wie seien Unterwäsche! Man ist nicht ein bisschen CVP und anschliessend ein wenig SP! Eine derartige Kandidatur eines weder Fisch noch Vogels ist politisch nicht glaubwürdig. Der Wähler hat ein Anrecht zu wissen, was in der Verpackung Portmann drin ist. Er möchte ein paar Jahren nicht feststellen, dass Herr Portmann seine Meinung wieder geändert hat.
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    1. Antwort von Ilse König  (königin)
      Zum Glück gibt es junge Menschen wie ihn, die aus der Vergangenheit gelernt haben. Ich sehe es als absolut richtig an, wenn jemand bekennen kann, dass er zuvor auf dem falschen Weg war. Das ist politisch glaubwürdig!
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