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Wahlen in Genf SVP schafft es nur ganz knapp ins Parlament

Legende:
Sitzverteilung im Grossen Rat des Kantons Genf 2018 Das Kantonsparlament Genf zählt 100 Sitze. GE.CH
  • Die Genfer SVP hat am Wochenende mit 7,5 Prozentpunkten die 7-Prozent-Hürde gerade noch geschafft. 7 Prozent der Wählerstimmen sind nötig, damit eine Partei ins Kantonsparlament einziehen kann.
  • Aber nicht nur die SVP, das gesamte rechte Lager erlebte einen bitteren Wahltag. So verlor der rechtspopulistische MCG – bisher die zweitstärkste Kraft im Kanton – fast die Hälfte seiner 20 Sitze und hat noch 11.

Geschadet hat den beiden Rechtsparteien, dass der MCG-Gründer Eric Stauffer eine neue Partei gegründet hatte. Er blieb chancenlos. Allerdings kostete seine Bewegung SVP und MCG rund fünf Prozentpunkte. Das sind zwar wertvolle Stimmen, die aber die Niederlage nur zu einem kleinen Teil erklären.

Neue Partei ohne Chance

MCG Gesundheitsdirektor Mauro Poggia sagt, das Problem des MCG sei nicht Stauffer, die Partei müsse die Fehler bei sich selbst suchen. Seine Partei durchlebe gerade eine Teenager-Krise. Sie brauche neue Ideen.

Poggia selbst erzielte als Staatsrat das zweitbeste Resultat. Das zeige, dass eine Politik, die weder rechts noch links sei, viele Wähler überzeugte. Aber das richtige Gleichgewicht zu finden, das verlange Fingerspitzengefühl, sagt er.

Die SVP hat kein Problem

Der Genfer SVP-Nationalrat Yves Nidegger lehnt es ab, irgendwelche Schlüsse aus der Niederlage zu ziehen. Die Genferinnen und Genfer beurteilten den Wert der SVP national ganz anders als im Kanton.

Ein echtes Problem hätte die SVP nur gehabt, wenn sie die 7-Prozent Hürde nicht knapp geschafft hätte, meint Nidegger. Denn nationalen Wahlen ganz ohne Wurzeln im Kanton seien kaum zu gewinnen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Beutler (Plinius)
    Zusammengefasst: Rotgrün hat 7 Sitze zugelegt. Das ist ein kräftiger Rutsch nach links. Ein guter Tag für Genf, ein guter Tag für die Schweiz. Und: Genf steht damit nicht allein da. Auch in Bern legte die SP um 5 Mandate zu. Und das ohne, dass die anderen linken Parteien Stimmen verloren. Und die Gemeindewahlen im Kanton Zürich? Auch dort: Erdrutschsiege vor allem der SP. Wer noch vor zwei, drei Jahren die Sozialdemokraten in die Bedeutungslosigkeit prophezeite, muss wohl über die Bücher gehen.
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    1. Antwort von Manuela Fitzi (Mano)
      Gegenwärtig bin ich mir nicht sicher, ob es nun gut ist oder schlecht. Genf hat eine überdurchschnittliche AL-Quote. Sicherlich bieten die Sozis mehr Auffangnetz für die AL, Ausgesteuerten, Soz.empfänger. Aber die SP schützt die Arbeitnehmer VOR Arbeitslosigkeit bzw. Aussteuerung nicht und gerade das wäre das wichtigste. Als Grenzkanton sind die Entwicklungen gut zu beobachten. Ich bin mir nicht sicher, ob da Protektionismus nicht wichtiger wäre. Und dafür steht allein die SVP.
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    2. Antwort von László Schink (Schink)
      Nun müssen Sie auch liefern und nicht bloss lafern. Genauso hat man bei der SP vor der NR Wahl 2015 und 2011 Zugewinne vorausgesagt, die nicht eingetreten sind.
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  • Kommentar von Hans König (Hans König)
    Nicht die SVP hat verloren, sondern die Gesellschaft.
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  • Kommentar von Daniele Röthenmund (Daniele Röthenmund)
    Modet ist hier der Hautgrund. Ein Mann der bei den Wählern Respektiert ist, sein Arbeiten Pragmatisch und sehr gut angeht. Der Wähler will Lösungen sehen, seien sie auch nicht Perfekt. Die SVP sollte National überdenken das sie in Gewissen Fragen, wie die der 'sans papier" nicht auf die Ideen von Herrn Modet eingehen sollte,statt stets auf Totalkonfrontatiioünl? Der Wähler hat seine Arbeit gewürdigtin dem er zum erstenmal in der Geschichte ein Staatsrat ist der es im 1.Wahlgang geschafft hat.
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