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Schweiz WAK kämpft gegen die Schuldenspirale

Kreditfirmen sollen nicht mehr mit aggressiver Werbung auf Kundenfang gehen dürfen. Die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrats schlägt ein Verbot für Kleinkredite-Werbung vor. Was als aggressiv gilt, bleibt Ermessenssache.

Kreditfirmen verführen mit aggressiver Werbung, Geld zu leihen. Auch wenn sie diesen nicht tragen können. Dies vermutet die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrats. Die befürchtete Folge: Die Kreditnehmer geraten in eine Schuldenspirale und schlussendlich muss die Allgemeinheit dafür aufkommen.

Werbeplakat mit der Aufschrift: Kann ich mir eine neue Handtasche gönnen?
Legende: Die Branche soll laut WAK selbst definieren, was als zu aggressiv gilt. SRF

Im Juni schickt die Kommission einen Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung. Die vorgeschlagene Lösung, an der die Branche mitarbeitete, sieht eine Selbstregulierung vor.

Eine Konvention der Kreditbranche soll definieren, welche Art Werbung als nicht aggressiv und deshalb als erlaubt gilt. Kommt keine Einigung zustande, kann der Bundesrat regeln, welche Werbung zu aggressiv ist.

Die Kommission hiess die Vorlage mit 24 zu 1 Stimmen gut. Angestossen wurde das Gesetz mittels einer parlamentarischen Initiative von Nationalrätin Josiane Aubert (SP/VD).

Im Weiteren will die WAK die Kreditfähigkeitsprüfung verschärfen. Sie lehnte es aber ab, Expresskredite ebenfalls unter das Konsumkreditgesetz zu stellen.

Abgelehnt hat die WAK die Forderung, nationale Präventionsprogramme gegen die Jugendverschuldung mit einer Umsatzabgabe der Kreditfirmen zu finanzieren.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    "Die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrats schlägt ein Verbot für Kleinkredite-Werbung vor." Die Verantwortlichen für unsere jährlich wachsenden Schulden warnen also vor den Gefahren des Schuldenmachens. Natürlich sind wieder mal nur die anderen gemeint. Sehr erheiternd...
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Sogar im Dauerwerbefernsehen SRF wird für Barkredite geworben. Und zwar ganz dreist: kein Geld? Kein Problem, es gibt immer eine Lösung! (in die Schuldenfalle). Dafür zahlen wir Billag und der Sender darf sich Service Public nennen! Was in der Schweiz abgeht, ist, sieht man genau hin, unglaublich. Noch unglaublicher finde ich jedoch, dass sich die Schweizer nach wie vor bequatschen lassen, mit dem Kopf nicken und null eigene Meinung haben. Schon mal was davon gehört, dass man sich wehren kann?
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  • Kommentar von R.Käser, Zürich
    Solch schmierige Bankenwerbung gehört ganz verboten! Die Grossbank welche hinter Credit Now steht traut nicht einmal mit dem eigenem Namen hinzustehen. das sagt doch alles wie unseriös dieses Geschäft ist. Solche Werbung ist noch bedenklicher als Werbung für das Rauchen.
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