Zum Inhalt springen

Header

Video
Coronakrise: Virtuelles Fest zum 1. Mai
Aus Tagesschau vom 26.04.2020.
abspielen
Inhalt

Wegen Coronakrise Menschen feiern den 1. Mai virtuell

Die Veranstaltungen zum 1. Mai sind abgesagt. Ganz auf den Tag der Arbeit verzichten wollen die Gewerkschaften aber nicht.

Wegen der Coronakrise sind Versammlungen verboten. Trotzdem planen die Gewerkschaften einen digitalen 1. Mai mit Online-Reden und Online-Diskussionen. Kann der Tag der Arbeit so funktionieren? Und könnte das sogar die Zukunft sein?

130-jährige Tradition

Schon seit 130 Jahren wird der Tag der Arbeit gefeiert. Ganz egal ob 1950, in den 1970er Jahren oder 2019: Am 1. Mai machen Menschen miteinander in der Öffentlichkeit auf die gewerkschaftlichen Anliegen aufmerksam. Dieses Jahr ist das anders.

Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia, ist aber überzeugt, den 1. Mai brauche es 2020 mehr denn je: «Arbeit und Solidarität sind unsere zentralen Themen. Und diese Themen waren in den vergangenen Wochen und werden in den kommenden Wochen ganz zentral sein: Der Umgang mit der Gesundheit am Arbeitsplatz oder wie organisieren wir die Arbeit. Das sind zentrale gewerkschaftliche Themen», sagt Alleva.

Deshalb planen die Gewerkschaften für den Tag der Arbeit virtuelle Reden, Diskussionsrunden und Livestreams.

Digitale Veranstaltung

Ein digitaler 1. Mai ist für Roberto Zanetti schwer vorstellbar. Der Solothurner SP-Ständerat feiert diesen Tag seit fast 40 Jahren und hat schon Dutzende Reden gehalten.

Dennoch sieht der Arbeitersohn in der Coronakrise eine Chance: «Vielleicht sollten sich alle Menschen ein bisschen darauf besinnen, wer alles dazu beiträgt, damit unsere Gesellschaft einigermassen rund läuft. Und wer besonders in den Krisenzeiten dazu beiträgt. Und das sind nicht nur die Leute, die heute im Homeoffice sitzen.»

Die digitalen Medien sind wichtig, aber das Gemeinsame, die soziale Vernetzung, die bleibt wichtig für die Menschen.
Autor: Vania AllevaPräsidentin Gewerkschaft Unia

Der 1. Mai findet also trotz Coronakrise statt – digitalen Hilfsmitteln und sozialen Medien sei Dank. Das soll aber eine Ausnahme bleiben, denn das sinnliche Erlebnis fehle, sagt Zanetti. Auch Alleva meint: «Die digitalen Medien sind wichtig, aber das Gemeinsame, die soziale Vernetzung, die bleibt wichtig für die Menschen.»

Video
Ein aussergewöhnlicher Zürcher 1. Mai
Aus Tagesschau vom 01.05.2020.
abspielen

Der Tag der Arbeit wird dieses Jahr vermutlich ein «digitaler Ausreisser» sein in der langen Tradition der 1.-Mai-Feiern.

«Tagesschau» 26.04.20, 19:30 Uhr;

Schliessen

Jederzeit top informiert!

Wir informieren laufend über die aktuelle Entwicklung und liefern Analysen zum Coronavirus. Erhalten Sie alle wichtigen News direkt per Browser-Push. Mehr

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren. Weniger

Push-Mitteilungen aktivieren

Sie haben diesen Hinweis zur Aktivierung von Browser-Push-Mitteilungen bereits mehrfach ausgeblendet. Wollen Sie diesen Hinweis permanent ausblenden oder in einigen Wochen nochmals daran erinnert werden?

Meistgelesene Artikel

Nach links scrollen Nach rechts scrollen

7 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.