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Schweiz Wegen Frankenstärke: Bundesrat verlängert Kurzarbeit

Firmen Luft zum Atmen geben und Arbeitsplätze in der Schweiz erhalten: Der Bundesrat dehnt die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeit für Unternehmen von 12 auf 18 Monate aus. Somit würden sie die Möglichkeit erhalten, sich an die schwierige Marktsituation anzupassen.

Ein Mann an einem Schweissgerät.
Legende: Mit der Verlängerung der Kurzarbeit sollen Arbeitsplätze gerettet werden. Keystone

Der Bundesrat trägt der anhaltenden Frankenstärke Rechnung und verlängert die Höchstbezugsdauer von Kurzarbeitsentschädigung für Unternehmen von zwölf auf achtzehn Monate. Aktuell können Schweizer Unternehmen während zweier Jahre maximal 12 Monate Kurzarbeit beantragen – künftig sind bis zu 18 Monate Kurzarbeit möglich. Bereits Ende November informierte Wirtschaftsminister Johann Schneider Ammann, dass er die Kurzarbeit ausdehnen will.

Ziel: Arbeitsplätze erhalten

Mit der Verlängerung der Bezugsdauer will der Bundesrat den von der Frankenstärke betroffenen Unternehmen mehr Zeit gewähren, sich an die schwierige Ausgangslage anzupassen, allenfalls neue Absatzmärkte zu erschliessen und Arbeitsplätze in der Schweiz zu erhalten.

Der Bundesrat beschloss nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses Ende Januar 2015 die Einführung der Kurzarbeit für zwölf Monate. Bis Ende Oktober letzten Jahres waren rund 5300 Beschäftigte in knapp 400 Firmen von Kurzarbeit betroffen. Bereits 2011 hatte der Bundesrat die damals als Folge des starken Frankens ergriffene Massnahme auf 18 Monate verlängert. Die aktuelle Regelung tritt am 1. Februar 2016 in Kraft und gilt bis am 31. Juli 2017.

7 Kommentare

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  • Kommentar von Ursula Schüpbach (Artio)
    "Wegen Frankenstärke: Bundesrat verlängert Kurzarbeit". Will mich über niemanden lustig machen im Sinne von einem Auslachen, aber das Wortteil hat schon fast etwas von bizarrer Literatur. Ich meine, das muss man auch können: Etwas verlängern, indem man es kürzer macht.
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    1. Antwort von W. Ineichen (win)
      Sehr gut gesagt! Ich ergänze noch: Dreimal abgesägt und immer noch zu kurz.
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    2. Antwort von Ursula Schüpbach (Artio)
      Sie sind offenbar kein präziser Ingenieur.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Noch vor kurzer Zeit konnten nicht genug "sog. Fachkräfte" gefunden werden und schon zeichnet sich eine grössere Entlassungswelle ab. So schnell kann's gehen, so schnell geht es heute. Und wer darf es nun auslöffeln ??? - Wer wohl ???
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  • Kommentar von Jean-Phillippe Ducrey (Jean-Phillippe Ducrey)
    Die Energiewende belastet meine Firma massiv mehr als der starke Franken. Wir zahlen nun 2 Milliarden pro Jahr für sinnlose Projekte, Staatsangestellte, Spekulanten und ausländische Hersteller. Mit den 2 Milliarden KEV könnte man die Exporte etwas fördern....
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    1. Antwort von Bruno Vogt (b.vogt)
      Schön das sie als Unternehmer zugeben, dass nicht an allem der Fanken schuld ist. Ich schreibe das schon seit Monaten aber die Medien in der Schweiz lieben den "starken" Franken da man damit alle Probleme der Wirtschaft erklären kann. Neben den von Ihnen erwähnten Auflagen, kommt auch eine sich rasch abkühlende Wirtschaft in den USA und anderen Schwellenländern hinzu die der Exportwirtschaft schaden. Von Europa braucht man wohl kaum reden.
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    2. Antwort von Hans Haller (panasawan)
      Es ist nicht nur die Energiewende allein, diese Branche hat und hatte seit geraumer Zeit schon Anzeichen einer sich abzeichnenden Schieflage. Was wurde da in den letzten Jahren mit diversen Firmen-Teilen hin-& her-verkauft und restrukturiert. Das sind doch alles immer auch typische Anzeichen und Vorboten eines Abbaus und Niederganges auf Raten.
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