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Wegen Hautkrebs Keine Solarium-Besuche mehr für Minderjährige

  • Minderjährigen soll der Solarium-Besuch wegen des Hautkrebsrisikos künftig verboten sein.
  • Zudem braucht es neu für Haar-Entfernungen mittels Laser einen Sachkundeausweis. Diese Massnahmen schlägt der Bundesrat auf Grundlage des neuen Gesetzes zum Strahlenschutz vor.
  • Das neue Gesetz soll die Sicherheit bei der Verwendung von gefährlichen Produkten verbessern, die nichtionisierende Strahlung (NIS) oder Schall aussenden. Das Eidg. Departement des Innern (EDI) hat die Vernehmlassung zur dazugehörigen Verordnung eröffnet.
Solarium-Röhre
Legende: Wegen Hautkrebs-Gefahr soll Minderjährigen der Solarium-Besuch künftig verboten sein. Keystone

Die in Solarien verwendete Strahlung könne längerfristig Hautkrebs verursachen, heisst es in der Medienmitteilung. Aus diesem Grund soll unter 18-Jährigen der Besuch der Bräunungsstudios in Zukunft verwehrt werden. Die Kontrollen sollen die Kantone vornehmen.

Sachkundenachweis für kosmetische Behandlungen

Weiter soll für kosmetische Behandlungen mit starken Blitzlampen und Lasern künftig ein Sachkundenachweis verlangt werden. Dies betrifft insgesamt 13 Behandlungen wie etwa die Haarentfernung mit Lasern, die Behandlung von Cellulite und Fettpolstern oder jene von Falten und Narben.

Für die Ausbildung der Kosmetikerinnen soll die Branche selber verantwortlich sein. Weiterhin nur von Ärztinnen und Ärzten durchgeführt werden sollen Laserbehandlungen wie beispielsweise die Entfernung von Warzen, Altersflecken oder Ekzemen. Das Entfernen von Leberflecken mit Laser und Tätowierungen mit Blitzlampen soll neu verboten werden.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Michael Räumelt (Monte Verita)
    Demnach dürfen unter 18 jährige erst recht nicht mehr ins Badi, denn dort gibt es mehr Sonnenbrände als im Solarium.
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    1. Antwort von Christian Gerber (cgk)
      In der Badi oder am Meer kann man sich zwischendurch mit Hut und Kleidung schützen, im Solarium tut man das ja wohl kaum. Schwarzer Hautkrebs zu spät erkannt ist übrigens tödlich...
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  • Kommentar von Nicola Harrison (Nicola Harrison)
    Was ist denn bitte mit den Handystrahlen (oft in der Tasche) bzw. Elektrosmog? Symptome werden ebenfalls bestrahlt (Radiologie, Radiotherapie) zwecks "Heilung" aber solange die Ursache nicht reguliert wird, findet keine Heilung statt - im Gegenteil, denn diese Massnahmen sind zusätzlichen Gift. Zurück zum Solarium; die Vitamin D Bildung kann nur nützlich sein!
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  • Kommentar von Olaf Schulenburg (freier Schweizer)
    Aktionusmus pur. Die Regierung sollte erst einmal das umsetzen, was schon geschrieben steht anstatt Neues zu verbieten: Zum Beispiel der Konsum von Alkohol von unter 16jährigen. Ist die Regierung auf diesem Auge blind oder will sie blind sein weil Alkohol halt nicht so schlimm ist? Abgesehen davon: Wenn schon ein Solariumverbot dann sollte Minderjährigen auch das Spielen an der Sonne und Ferien am Meer verboten werden. Soviel Konsequenz müsste schon erwartet werden können.
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    1. Antwort von Christian Gerber (cgk)
      Es geht um das vernünftige Augenmass. Als Betroffener von Hautkrebs habe ich null Verständnis für erwiesenermassen schädliche Solariumbesuche junger Menschen. Während man sich am Meer oder in der Badi zeitweise schützen kann. Gefährlich ist übrigens nicht der Sonnenbrand, sondern die dabei tief eindringenden Strahlen, welche die belasteten Zellen nie vergessen und irgendwann mal zur Katastrophe führen können.
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