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Schweiz Weichen für nationales Krebsregister gestellt

Erkrankt eine Person in der Schweiz an Krebs, so sollen die Angaben zur Krankheit und zur Person in allen Kantonen einheitlich erfasst und in einem zentralen Register zusammengeführt werden. Dies sieht ein neues Gesetz vor.

Legende: Video Krebsregister für Früherkennung abspielen. Laufzeit 1:48 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.10.2014.

Mit einer schweizweit einheitlichen Krebsregistrierung könnten Prävention, Früherkennung und Behandlung von Krebserkrankungen verbessert werden. Der Bundesrat hat deshalb heute einen entsprechenden Gesetzesentwurf verabschiedet.

Dieser regelt, wie die Daten zu Krebserkrankungen in Zukunft erhoben, registriert und weitergeleitet werden, um sie auf nationaler Ebene auswerten und veröffentlichen zu können. Damit werde eine national einheitliche und vollständige Krebsregistrierung sichergestellt, teilte der Bundesrat heute mit.

Zusatzdaten brauchen Bewilligung

Vorgesehen sind demnach zwei Datenkategorien: Als Basisdaten werden Angaben zur Person, zur Diagnose und Erstbehandlung zum Auftreten von Metastasen sowie zur Stelle erfasst, die den Fall meldet. Damit können laut Bundesrat Krebserkrankungen in Bezug auf die gesamte Bevölkerung ausgewertet werden.

Mit Zusatzdaten sollen Fragen zu bestimmten Krebsarten oder Personengruppen beantwortet werden. Deren Erhebung wäre laut dem Vorschlag zeitlich befristet und müsste vom Bundesrat jeweils bewilligt werden. Um die Vollständigkeit der Daten sicherzustellen, sieht der Entwurf die Einführung einer Meldepflicht für Ärzte, Spitäler und andere private oder öffentliche Institutionen des Gesundheitswesens vor.

Das Gesetz äussert sich auch zum Datenschutz: Die Patienten müssen darüber informiert werden, dass ihre Daten registriert und weitergeleitet werden. Dabei können sie der Registrierung jederzeit widersprechen – ohne Angabe von Gründen.

Jährliches Krebsmonitoring geplant

Die neue Regelung baut auf bestehenden Strukturen auf. So erfolgt die Registrierung in den zum Teil bereits bestehenden kantonalen Krebsregistern. Krebsfälle bei Kindern und Jugendlichen werden weiterhin im Kinderkrebsregister des Bundes erfasst. Die erhobenen Daten werden schliesslich durch eine neue, ebenfalls vom Bund geführte nationale Krebsregistrierungsstelle zusammengeführt und in einem jährlichen Krebsmonitoring und vertiefenden Berichten ausgewertet.

Der Bundesrat hat die Bekämpfung von Krebs in seine Strategie «Gesundheit 2020» aufgenommen. Nach der nationalen Strategie gegen Krebs 2014-2017, die im Mai 2013 von Bund und Kantonen verabschiedet wurde, bildet das neue Bundesgesetz über die Registrierung von Krebserkrankungen nun einen weiteren Meilenstein.

In der Vernehmlassung waren die Pläne für das neue Gesetz begrüsst worden. Als nächstes muss nun das Parlament über das nationale Krebsregister befinden.

Anstieg der Krebsfälle

Jedes Jahr werden in der Schweiz 37‘000 neue Krebsdiagnosen gestellt. Pro Jahr sterben über 16‘000 Menschen an Krebs. In den nächsten Jahren und Jahrzehnten ist aufgrund der Alterung der Bevölkerung mit einer Zunahme der Krebsneuerkrankungen zu rechnen.

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Livia Tschonka, Emmembrücke
    sehr richtig wäre die Registrierung!
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  • Kommentar von Marie-Luise Reck, Turbenthal
    Ich finde es sehr wichtig das es sowas gibt, ich finde aber das man viel offener darüber spricht, denn es gibt immer noch Menschen die verunsichert sind Krebskranken gegenüber. Da herrscht noch viel Unwissen ich hab sogar erlebt alles ich mich Personen unterhielt über meinen Freund der unheilbar an Krebs erkrankt ist, dass mir eine Person gesagt pass auf man weiss ja nie ich hab es ihr erklärt das Krebs nicht ansteckend ist, dass hat mich doch iritiert das es dieses Denken immer noch gibt.
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  • Kommentar von Marie-Luise Reck, Turbenthal
    Herr Vader das ist einfach nur dumm was hier schreiben. Mein Freund hat Magenkrebs mit Ableger am Hirn und Leber unheilbar, zur Zeit geht es im noch gut und was er hat, er hat immer Hunger bei anderen wo kennengelernt habe hat der Krebs einen andern Verlauf weil Krebs nicht gleich Krebs ist deswegen ist ja auch nicht einfach, auch weil sich die Krebszellen bei jedem Mensch unterschiedlich entwickeln. Mein Freund hat ab und zu nur ein leichtes Zwicken, andere leiden im Anfangsstadion schon sehr.
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    1. Antwort von Hans Vader, CH
      Und eine zentrale Datenbank kann da auch nicht helfen. Wenn Sie ja eben schreiben, dass jede Erkrankung anders ist, dann kann die Datenbank ja sowieso nicht helfen, jeden einzelnen unterschiedlichen Fall zu heilen.
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    2. Antwort von Marie-Luise Reck, Turbenthal
      Je mehr Informationen vorhanden sind um so besser kann man dagegen angehen leider ist es bei meinem Freund zu spät entdeckt worden, aber jedem Mensch dem mit unseren Information oder auch von anderen früh geholfen werden kann dadurch, kann doch weiss Gott nicht falsch sein im Gegenteil. Glauben sie mir jeden Tag ist ein Geschenk und ich verabschiede mich jeden Abend von mein Freund und freue mich riesig wen er am Morgen wieder aufsteht den wir wissen nicht wie viel Zeit uns noch verbleibt.
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