Weinhändler Girouds Kampfkuh beschäftigt Bundesgericht

Der Walliser Weinhändler Dominique Giroud liess seine Kuh «Gentiane» zu einem Kampf antreten, obwohl sie schon als Siegerin feststand. Gegen seine Verwarnung reichte er Beschwerde ein, die das Bundesgericht guthiess.

Zwei Kühe in Grossaufnahme gehen in Aproz aufeinander los

Bildlegende: Zwei Kühe in Aproz in vollem Einsatz. Keystone

Sie heisst «Gentiane» und hatte 2012 an den Kuhkämpfen in Aproz im Kanton Wallis einen legendären Auftritt: Die Kuh von Dominique Giroud hatte einen Kampf gemäss Jury eigentlich schon gewonnen. Doch das Publikum buhte diesen Entscheid aus, weil es ihre Gegnerin «Schakira» als rechtmässige Königin erachtete.

Unter den Rufen der Zuschauer wurden die beiden Konkurrentinnen darauf erneut zum Kampf in die Arena geführt – ohne das OK der Jury. «Gentiane» gab auf und «Schakira» wurde schliesslich doch noch als Siegerin gekürt.

Der Eringerviehzuchtverband verwarnte die Kuhbesitzer danach wegen ihres Verhaltens. Der Verband war der Ansicht, dass Giroud nicht hätte zulassen dürfen, das seine Kuh losgebunden wird. Das Bundesgericht sah das aber anders und hat eine Beschwerde Girouds gutgeheissen: Denn nicht er selbst hatte «Gentiane» losgebunden, sondern einer der Treiber, und dieser hatte den Anweisungen der Jury zu folgen.